Wie beeinflusst dein Verhalten psychologische Sicherheit? - Teil 1 mit Dr. Karolin Helbig (Folge 89)
Shownotes
3 Jahre nach ihrem ersten Buch sprechen Suse und Tim nochmal mit Dr. Karolin Helbig über psychologische Sicherheit. Diesmal wollen wir von ihr wissen, welche Erfahrungen Karolin seither in ihrer Arbeit rund um psychologische Sicherheit gemacht hat.
Sprichst du deine Emotionen im Arbeitskontext an? Wie geht dein Team damit um? Karolin ermutigt dran zu bleiben, auch wenn es sich am Anfang schwierig anfühlt.
Karolin erklärt uns welche Auswirkungen innere Abwesenheit in Gesprächen auf das Gegenüber hat. Sie erklärt uns auch, wie eine solche vermeintliche Kleinigkeit am Ende in Summe mit vielen anderen kleinen Verhaltensweisen, die geduldet werden, die Kultur des Unternehmens negativ beeinflusst.
Wir haben uns sehr gefreut Karolin wiederzutreffen und von ihren Erfahrungen im Bereich psychologische Sicherheit zu lernen.
Hast du auch Lust auf ein Wiederhören mit Karolin? Dann höre am besten gleich mal rein!
Transkript anzeigen
00:00:00: Bei Menschen merken auch, ob jemand wirklich mit Aufmerksamkeit und Fokussiert zuhört oder ob er eigentlich innerlich so ein bisschen abwesend ist.
00:00:11: Ich erlebe das oft, dass klare Kommunikation eher eine Schwierigkeit in Systemen ist, wo psychologische Sicherheit nicht gegeben ist.
00:00:23: Herzlich willkommen bei agile soul!
00:00:25: Deinem Podcast der Agilität für dich erlebbar macht
00:00:28: Mit dem Pulsen fürs Grammaster von und mit zu seinen Jungen und Tempela.
00:00:33: Ja, herzlich willkommen bei uns im Podcast.
00:00:35: noch mal Caroli!
00:00:37: Ist ja echt lange her dass wir zusammen aufgenommen haben.
00:00:40: Du warst eines unserer ersten Gäste bei uns in Podcast Und ich bin total gespannt auf was alles seitdem bei dir passiert ist.
00:00:50: Ich freue mich riesig dich wiederzusehen.
00:00:54: Ja, wir haben uns heute überlegt das Thema psychologische Sicherheit war ja einen Dreiteiler die mir damals gemacht haben der auch richtig große Resonanz erfahren hat für uns aus der Hörerschaft.
00:01:08: und Heute wollen wir mal gucken was bisher geschah hätte ich fast gesagt wie in so einer Serie ungefähr.
00:01:17: Also einmal zu gucken Wie ist es dir seither ergangen?
00:01:21: Welche Erfahrungen hast du gesammelt im Bereich psychologischer Sicherheit, wie hat sich die Welt so um dich herum in deinem Bereich, indem du unterwegs bist.
00:01:31: Wie hat sie sich verändert und was hast du an Negativen vielleicht auch an positiven oder auch unbewertete Erfahrungen?
00:01:39: einfach Beobachtung, die du gemacht hast rund um dieses Thema psychologische Sicherheit.
00:01:44: Das würde mich heute interessieren.
00:01:46: Erst mal vielen Dank, Tim und Susie.
00:01:48: Ich freue mich riesig dass ihr mich wieder eingeladen habt und freu mich hier wieder bei euch bei Agile Soul zu sein.
00:01:57: Und ja Wahnsinn!
00:01:58: Das war vor drei Jahren das wir gesprochen haben seitdem es viel passiert.
00:02:03: ein zweites Buch ist dabei rauszukommen in zwei Wochen und freue mich da so ein bisschen mal Rückschau zu halten zu dem Thema.
00:02:12: was hat sich da eigentlich getan?
00:02:16: Als wir das erste Mal miteinander gesprochen hatten, da war unser erstes Buch gerade erschienen.
00:02:22: Playbook Psychologische Sicherheit, dass dann auch später eben auf Deutsch erschienen und Da waren Minette und ich meine Koautoren ähnlich.
00:02:32: Wir waren echt überwältigt von der Resonanz die das buch erfahren hat.
00:02:37: Also damit hätten wir nie gerechnet.
00:02:38: wir hatten ja von Anfang an eigentlich gar nicht vor ein buch zu schreiben.
00:02:42: Wir wollten eigentlich nur so einen kleinen Hauto Leitfaden für psychologische Sicherheit schreiben und dachten aber an unsere Klienten, weil sowohl Minett als auch ich arbeiten ganz viel mit Teams, mit Führungskräften.
00:02:57: Und ganz viele die verstanden haben psychologischer Sicherheit ist wirklich der Performance Enabler.
00:03:04: Haben uns dann gefragt okay wie mache ich es denn jetzt?
00:03:08: Und darauf wollten wir eine Antwort bieten und hatten eben gedacht wir machen so ein Kleinleitfaden zum Download auf unserer Website oder so.
00:03:16: Und wir haben angefangen zu schreiben und irgendwann ist daraus ein Buch geworden, einen Verlag ist auch werksam geworden.
00:03:24: Das ist dann aber wirklich global eine Resonanz.
00:03:27: Es gab auch alle möglichen Preise für das Buch.
00:03:30: also es hat uns wirklich selber total überrascht!
00:03:34: Und mich hat insbesondere auch gefreut, dass wir Leser wirklich überall auf der Welt haben.
00:03:40: Also nicht nur in den USA wo Minette meine Co-Autorin sitzt und hier in Deutschland wo ich bin sondern auch in Indien, in Australien In Thailand, in Afrika.
00:03:53: Das ist der Hammer und das finde ich großartig weil das zeigt eigentlich das was sich immer auch gedacht hatte das psychologisch sich sicher zu fühlen, dass es ein menschliches Grundbedürfnis ist.
00:04:05: Und so unterschiedlich wir sind die verschiedenen Kulturen und wie die Unternehmen ticken usw.
00:04:13: kulturelle Unterschiede Das ist ein wirklich global das eint uns global und dass wir dieses Gefühl haben wollen.
00:04:22: Wir sind sicher dass wir bei der Arbeit wirklich offen sprechen können offen unsere Bedenken teilen können, oft Fragen stellen können.
00:04:32: Zugeben wenn wir was nicht wissen, zugeben wenn wir ein Fehler gemacht haben.
00:04:37: nur dann entsteht eben eine Lernatmosphäre wirklich sonst gehen wir auf Nummer sicher verstecken alles und also da hat es irre Resonanz auf das erste Buch geben.
00:04:49: Und wir haben dann im Jahr nach Erscheinen des Buches so eine Buchtour durch Europa gemacht und haben Klärten besucht, mit ganz vielen Teams gesprochen die sich auf dem Weg machen und psychologische Sicherheit wirklich als strategische Priorität sehen.
00:05:12: Die hatten gesagt das ist ja mega!
00:05:14: Das Buch ist so hilfreich weil man alles direkt anwenden kann Und es gibt aber dann weiter Herausforderungen.
00:05:21: Wenn man's da mit Ernsten meint, also wenn man da wirklich anfängt wirklich Priorität draufzusetzen, dann stößt man auf Widerstand.
00:05:32: Dann hat man die Situation was er sich.
00:05:36: Mein Team ist voll an Bord und meine Piers finden sie auch gut Aber mein Manager oder Topmanagement ist nicht an Bord.
00:05:45: Wie gehe ich damit um?
00:05:46: Oder wie kann ich das wirklich verkörpern, also damit es nicht nur etwas ist, worüber ich rede sondern etwas was sich wo ich wirklich Walk the Talk mache.
00:05:57: Wie kann ich mit meinem Team arbeiten und lauter solche Dinge sozusagen die Real-Life Komplexitäten.
00:06:05: Und da haben uns ganz viele gesagt, bitte schreibt dann nochmal ein Buch was sozusagen diese Stufe tiefer beleuchtet.
00:06:14: Wenn man die einfachen Dinge im ersten Buch vorschlagt wenn man das anfängt umzusetzen und dann auf die Real-Life-Komplexitäten stößt jetzt brauchen wir einen How to Guide für diese Komplexitäten wollen wir mit dem zweiten Buch bieten.
00:06:37: Ich habe direkt eine Frage, wo ich direkt drauf springen möchte was mich total gewundert hast als du das jetzt gerade erzählt hast dass du da so eine Kulturunabhängigkeit erlebt hast.
00:06:48: Ich hätte jetzt genau das Gegenteil vermutet und dann hätte gedacht, dass es in Kulturen wo man quasi so ne Stärke zeigen muss oder wo man das Gesicht verliert wenn man Fehler macht wo man jetzt quasi sehr hierarchisch eher geprägt ist oder in einer gewissen Form der Seniorität Vorrang hat.
00:07:13: Also nenn es Hierarchie, kulturelle Narrative Hätte ich jetzt eine Kulturabhängigkeit vermutet.
00:07:23: Ich finde das total spannend, kannst du da noch mal zu ausführen was du da erlebt hast oder wo du da ne Resonanz bekommen hast?
00:07:30: Oder wo du dich vielleicht auch selber gewundert hast?
00:07:32: Ja, total so und ehrlich gesagt mich hat es auch verwundert.
00:07:37: Und Minette und ich haben aber auf Basis unseres ersten Buches so ein Certification-Programm für Facilitator entwickelt.
00:07:46: So einen sechs Wochen Programm, recht intensiv wo man lernt, Workshops zu dem Thema auf Basiss des Buches zu machen Und sozusagen all die Materialien bekommen.
00:07:58: Das sind internationale Karten und da sind eben lauter Leute aus völlig anderen Kulturkreisen auch mit dabei, Indien Afrika Australien und so weiter.
00:08:08: Das hätte ich selber nie gedacht dass das der Fall sein würde.
00:08:17: die Basis-Ideen, die wir so vorschlagen in dem Playbook.
00:08:21: Dass sie natürlich adaptiert werden müssen je nach Kontext und je nach kulturellem Umfeld.
00:08:28: aber offenbar sind sozusagen das so ja Basisspielzüge für psychologische Sicherheit auch dort Kulturunabhängig funktionieren.
00:08:40: Die Adaptierung, also die wird sicher stattfinden.
00:08:44: Aber offenbar ist das Buch so dass es mit den Leuten aus anderen Kulturkreisen total resoniert und... Also das hat mich selber verwundert.
00:08:55: wie genau dann adaptiert wird?
00:08:57: Das weiß ich jetzt nicht aber sicherlich.
00:08:59: Das kann gar nicht anders sein.
00:09:01: Das ist ja sogar hier sich das bei den Klienten mit denen ich in Deutschland arbeite, da herrschen auch so unterschiedliche Kulturen und natürlich funktioniert nicht das eine genauso hier wie dort.
00:09:14: Das muss man natürlich immer anpassen.
00:09:17: Und diese Anpassungen werden sicher noch viel größer sein die dann eben unsere Facilitator in der Nennung machen.
00:09:27: aber dieses Grundrezept Das funktioniert offenbar kultur unabhängig.
00:09:34: Also kann ich mir aber auch vorstellen, das sind ja so ganz einfache Dinge wie mit mehr Aufmerksamkeit zuhören zum Beispiel und das kann ich mich total vorstellen dass das Unabhängige ist von diesen Dingen die du auch gerade genannt hattest.
00:09:52: also das was ich aus meiner Erfahrung als sehr wirksam empfinde ist wenn du Von dir aus quasi andere einblätzt, noch was daneben zu legen.
00:10:04: Also das habe ich als sehr erfolgreich um psychologische Sicherheit aufzubauen erlebt genauso wie dass ich den Raum öffne und von mir etwas preisgebe oder dass sich die Erlaubnis gebe nachfragen zu können.
00:10:21: Ich weiß das jetzt auch nicht.
00:10:22: vielleicht ist eine Frage, die für andere relevant ist oder ich bin ja auch ein Mensch und also das normalisieren.
00:10:29: Ich bin auch ein Menschen und ich weiß es jetzt nicht oder ich?
00:10:33: ich bin nicht allwissend.
00:10:35: deshalb lade ich euch einen meine blinden Flecken zu zeigen.
00:10:39: Also diese beiden Dinge habe ich als sehr erfolgreich erlebt und umso erstaunter bin ich dass wenn ich an asiatische Kulturen denke die dann vielleicht sogar das Gesicht verlieren würden oder ich hab das häufiger auch im Kontext von Internationalität erlebt, dass diese Offenbarung andere irritiert.
00:10:59: Und zu mir hat mal eine Kollegin gesagt, du bist doch die mit Emotionenprobleme.
00:11:06: und dann habe ich gesagt das hab' ich gar nicht!
00:11:10: Ich benenne sie hier damit ich damit keine Probleme bekomme und sie war aus ihrer kulturellen Prägung heraus.
00:11:21: für einen Arbeitsumfeld eben nicht adäquat zu sagen, ich habe ein Störgefühl, könnten wir darüber sprechen.
00:11:28: So und dieses... Sie fand es glaube ich im Kern total super sonst hätte sie mich nicht angesprochen.
00:11:33: also sie fühlte sich ja bei mir psychologisch sicher das so anzusprechen.
00:11:37: dann hab' ich auch... Ich hab mich dafür bedankt, ich hab gesagt danke dass du das sagst!
00:11:40: Ich finde das total spannend was du sagst auch.
00:11:43: Ich kann dir auch erklären warum ich das mache damit ich ihm genau nehmen nehme ich nicht diesen Raum öffne dass du mit mir in Unsicherheiten kommst.
00:11:54: Sondern wenn ich jetzt irgendwas anspreche, dann gebe ich die Möglichkeit... ...dass wir quasi gut miteinander umgehen können und das auch nachhaltig.
00:12:02: Wenn ich das jetzt aber in mich rein fressen würde und es nicht traumatisiere,... ...dann könnte das vielleicht, dann würde ich denken warte nur ab bis, dann geb' ich dir das zurück oder so was?
00:12:12: Und das mache ja genau nicht!
00:12:15: Das Gespräch war super deep, es war richtig toll.
00:12:18: Aber du merktest, dass sie sich... dass sie so im normalen Kontext damit ein Störgefühl hatte.
00:12:26: Das ist total spannend, was du sagst!
00:12:27: Und Kapzi kam es ja aus einem anderen Kulturkreis?
00:12:31: Ja, also eigentlich gar nicht so gut wie du das vermute.
00:12:33: Also es war schon noch Europa und es war aber eher in einem da wo man eben jetzt nicht mit den Emotionen hausieren geht oder wo man scheinbar die Kontinence bewahrt oder nennt es wie du möchtest.
00:12:51: Ich hab das im Kontext mit anderen Kollegen aus dem gleichen Land ähnlich erlebt, wo man dann eben eher nicht gesagt hat wie es einen brührt.
00:13:01: Und ich habe hier erlebt dass sie bei mir tatsächlich das gemacht haben.
00:13:06: Also nachdem's noch mal so abgeklopft hatten die Kollegen und Kolleginnen waren Sie da nicht... also bei einer Kollegin hatte ich das Gefühl die schämt sich für mich, also so ein Fremdschämen weil man das nicht tut, also das war dann eher so in dem Bereich.
00:13:19: Das macht man nicht.
00:13:21: und bei den anderen Kolleginnen hatte ich das Gefühl sie hat eine Bedürfnis danach ja?
00:13:27: Und sie wusste dass ich es bei mir machen kann und deshalb hat sie auch bei mir sich geöffnet oder auch noch mehrere andere Kollegen aber nicht in der Gemeinschaft.
00:13:35: Ja super spannend!
00:13:36: Also was du beschreibst ist genau das Name to theme it wie offen man mit Gefühlen umgeht, beim Benennen und auch nach Außen hin explizit benennen.
00:13:53: Das kann ich mir nicht anders vorstellen als dass es sehr kulturabhängig ist und
00:13:57: wahrscheinlich
00:13:59: nicht in allen Kulturen funktioniert.
00:14:01: und da denke ich das typisch was du erlebt hast mit der Bildarbeitenden.
00:14:06: Ich glaube was für alle Kulturkreise hilfreich ist wenn man sich selber klar wird über seine Emotionen ob man sie dann ausspricht und thematisiert oder nicht, aber das du für dich selbst name it or tame it must.
00:14:20: Weil wenn man überhaupt gar nicht hinschaut dann passiert eben ja genau das was wir in Spiel drei im ersten Playbook so ein bisschen beleuchten.
00:14:31: da geht es darum manage your own reactions.
00:14:37: Wenn ich nicht hinschau und nicht benenne, dann bin ich meistens viel stärker beeinflusst getrieben aber eben auf nichtbewusste Art und Weise.
00:14:46: Und dann auch meistens nicht produktive Art und Weise.
00:14:50: Die Emotionen kann man auf diese Weise nicht wegdrücken.
00:14:53: die kommen dann nur unterirdisch und beeinflussen schlechtere Wartartenweise, die Zusammenarbeit.
00:15:02: Wenn ich explizit sage du ich habe ja ein Störgefühl dann können wir es gemeinsam betrachten und dann geht die Beziehung nicht verloren.
00:15:09: sonst das Stör gefühlt ist da unausgesprochen und das bringt uns auseinander.
00:15:15: Und dann machte einer was, worüber der andere sich wundert, was er nicht einsortieren kann?
00:15:20: Also deshalb ich glaube es ist total hilfreich Name, Totemit auch explizit miteinander zu machen.
00:15:27: Ich bin total bei dir!
00:15:29: Das ist wahrscheinlich etwas, was extrem kulturabhängig ist und wo ich nicht denken würde wir haben irgendwie eine tolle Blaupause vorgeschlagen die überall kultur abhängig funktioniert.
00:15:43: Ich freue mich total darüber, dass du das sagst.
00:15:44: Dass es Kultur unabhängig das Bedürfnis gibt.
00:15:48: also das freut mich total weil das vereint uns glaube ich als Menschen und er bringt uns auch wesentlich zusammen oder kann uns zusammenbringen.
00:15:59: wie gesagt ich habe schon das Gefühl, dass die die Kolleginnen auch es gab auch andere Kollegen sich bei mir sicher gefühlt haben und dann auch mit mir Gespräche geführt haben die sie vielleicht mit anderen nicht geführt haben.
00:16:11: Und das finde ich ja auch schon erfolgreich, also da muss ich auch schon... Da freue ich mich oder das hat mein Herz gefreut.
00:16:18: und gleichzeitig find' ich's noch toller dass du eben sagst, die Resonanz auf dieses Buch psychologische Sicherheit.
00:16:24: wie mache ich das?
00:16:25: Wie kann ich diese Raume öffnen, dass das wirklich multikulturell und multinational stattgefunden hat?
00:16:35: Also das ist der Heile des Highlights meines Tages, danke!
00:16:39: Das hat
00:16:40: mich auch
00:16:41: total geflasht, wie gut das angekommen ist und wie hilfreich Leute das empfunden haben.
00:16:49: Und ich hatte ehrlich gesagt auch total gefreut was ich ganz oft gehört habe.
00:16:54: Ich hab mir das Buch für die Arbeit gekauft damit ich mit einem Team besser arbeiten kann Damit wir eine Kultur kultivieren können wo Psychologische Sicherheit herrscht usw.
00:17:04: Das hat auch alles super funktioniert.
00:17:07: Und das, wo es mir richtig weiter geholfen hat ist der Umgang in meiner Familie mit meiner Frau und meinen Kindern usw.
00:17:15: Das finde ich so toll!
00:17:16: Darüber haben wir uns im Erstgespräch auch unterhalten.
00:17:19: Man lässt eben nicht seine Persönlichkeit und seine Gefühle im Köfferchen am Werkstour sondern wir sind ein und derselbe Mensch in verschiedenen Kontexten, in verschiedenen Rollen.
00:17:31: Ich finde das großartig, dass das was Leute mitnehmen aus unserem Playbook Psychologische Sicherheit.
00:17:37: Dass sie das eben nicht nur im Arbeitskontext hilfreich finden sondern auch in privaten?
00:17:45: Ich würde mich noch mal interessieren.
00:17:48: Du sagtest ja auch, dass durch verschiedene Organisationen auch stellenweise so ein bisschen Herausforderungen hat es mit einer Einführung von psychologischer Sicherheit vielleicht auf verschiedenen Führungsebenen, vielleicht aus einem Stück weit.
00:18:03: Widerstand war am Anfang.
00:18:06: Also ich würde so diese Herausforderungen nochmal interessieren weil du bist ja auch hier in verschiedenen Organisationen unterwegs.
00:18:13: was hast du da so erlebt wenn du in dem Bereich gearbeitet hast?
00:18:18: Was waren so typische Herausforderungen und wie bist du damit umgegangen?
00:18:23: Ich erlebe natürlich typischerweise die Teams und Führungskräfte, die offen sind für das Thema.
00:18:28: Denn sonst würden sie mich ja nicht anfragen, sonst würde ich nicht kommen.
00:18:33: Was ich aber ganz oft erlebe ist wirklich wie so ein Motiv was sich durchzieht dass die quasi mehr mittlere Führungsebene, dass die das richtig priorisieren psychologische Sicherheit geschritten sind in ihrem Verständnis.
00:18:53: Und die sind das dann auf die irgendwie die Unterstützung geholt und wo ich es im Workshops mache, und die Teams begleite auch über längere Zeit.
00:19:02: Und dass diese aber berichten, oh das ist so schwierig für uns das zu machen wenn doch unser Topmanagement nicht an Bord ist.
00:19:14: Manchmal ist das sozusagen ganz offen dass sie das für nicht wichtig halten.
00:19:23: Es geht ja hier um harte Zahlenfakten, es geht um Bottom Line und so weiter.
00:19:29: Das ist ein Soft-Thema da haben wir keine Zeit oder kein Geld dafür.
00:19:33: Manchmal ist es aber auch eher sowas wie auf Deutsch so Lipservice.
00:19:41: Also sagen wäre wichtig, aber machen Lippenbekenntnis, genau.
00:19:49: Aber in den Handlungen und in den tatsächlichen Entscheidungen ist es nicht ablesbar.
00:19:55: Das ist fast noch schwieriger als so offener Widerstand sozusagen.
00:19:59: Und da schaue ich dann mit Führungskräften und Teams... ...und ermutige sie dazu.
00:20:10: hey jeder Jeder von uns hat wirklich oft mehr Einfluss als wir denken.
00:20:14: Wir haben alle unseren Zirkel of Influence und klar könnten, wir denken einer idealen Welt da wäre das Topmanagement an Bord und würde irgendwie eine pflammende Rede für psychologische Sicherheit halten.
00:20:25: aber wo ist es schon ideal?
00:20:28: Und das fände ich total traurig und nicht wünschenswert, wenn darüber dann sozusagen aufgegeben wird was man selber doch beeinflussen kann.
00:20:40: Und da sehe ich nur ganz oft dass wir unseren Einflussbereich unterschätzen.
00:20:46: also ich sehe natürlich die Teams die das priorisieren und für sich auch über Jahre dranbleiben und wie großartig es ist und welche Effekte das haben kann Ausstrahlend aus von dem Team weiter in die Organisation, weil Leute mitbekommen.
00:21:03: Wow!
00:21:04: Bei denen ist die Kultur wirklich anders und sie haben super Zahlen.
00:21:09: also Sie sind sozusagen beides.
00:21:11: Die Mitarbeiterinnen sind engagiert es gibt nicht so viel Fluktuation.
00:21:16: Die Leute sind sehr zufrieden mit ihrer Arbeit und sie leisten super Arbeit.
00:21:21: was machen die denn richtig?
00:21:22: Und dann ist das manchmal so dass es wirklich anstecken wirkt auf Nachbarteams Und das hätten dann manche Führungskräfte am Anfang selber nicht gedacht.
00:21:32: Deshalb denke ich mal so, ich möchte ermutigen dran zu bleiben auch wenn die Situation eben nicht ideal scheint und wenn man mit solchen Rahmenbedingungen handieren muss wo Topmanagement einem nicht so den Rückenwind gibt wie man gerne hätte.
00:21:50: Und vielleicht noch im Anschluss habe aber auch so viele tolle positive Beispiele erlebt.
00:21:57: Zum Beispiel habe ich Ende letzten Jahres einen Tagesworkshop gemacht, wo eine Organisation alle ihre Topmanager zusammengebracht hat für den ganzen Tag und es geht nur um psychologische Sicherheit und ganz intensiv gearbeitet.
00:22:18: dem Tag ist so viel entstanden und wow, da konnten... also wir haben nicht nur sozusagen inhaltlich an psychologischer Sicherheit gearbeitet sondern alle miteinander haben sie auch erlebt plus es hat sich ganz viel entwickelt.
00:22:32: Also da ist dann einmal am Nachmittag eine Managerin hat gesagt hey Bin ich denn nie?
00:22:41: Ich möchte mal ein bisschen Resonanz hier von euch.
00:22:43: Sie hatte eine Frage gestellt und die hatten über die Frage erst einmal gesprochen, und dann hat sie aber gesagt, das fehlt mir!
00:22:49: Dass ihr mir hier keine Resonance gebt.
00:22:51: ist das denn für euch keine
00:22:53: Frage?!
00:22:53: Ich möchte dass wir hier so'n bisschen anderes anders miteinander in Tuchfühlung sind Und das fand ich so cool, dass sie da was benannt hätte, was bei ihr um auf deinen Begriff zu kommen suche auch n Störgefühl war, ne?
00:23:06: Dass sie da so'nn bisschen allein gelassen war nicht in dieser Art und Weise artikuliert, wenn wir nicht gerade zu diesem Thema gearbeitet hätten.
00:23:16: Und das sehe ich als ein Riesenschritt im Sinne von wie können wir offener miteinander umgehen so dass es insgesamt produktiver wird?
00:23:27: Mich interessiert nochmal deine Beobachtung mit Wie unterschätzen unseren Einfluss?
00:23:32: Kannst du da noch mal ein bisschen mehr zu den Kontext, also woran machst du das fest?
00:23:41: Was waren so AHA-Erlebnisse?
00:23:44: Da habe ich das beobachtet.
00:23:45: Dass Menschen wirklich aktiv ihren Einfluss unterschätzt haben und am Ende haben sie es vielleicht sogar selbst gemerkt dass sie viel mehr Einflüsse hatten als sie eigentlich gedacht hätten.
00:23:56: Ja!
00:24:00: Das bittet sich so ein bisschen auf diesen Zöckler, auf Influenc-Diskotheken... Zepten.
00:24:04: und das ist ehrlich gesagt ein Muster, dass ich ganz oft beobachte wo verbringen wir unsere Energie.
00:24:11: Unsere Energie fiel ließ ganz oft in diesen äußersten Kreis, wo wir eigentlich nicht weh beeinflussen können.
00:24:21: also was nicht Der Klassiker, wir beschweren uns über das Wetter.
00:24:25: Aber auch die Beschwerde über irgendwie was Stop-Management tut oder nicht tut oder entscheidet oder nicht entscheidet haben wir nur bedingt Einfluss.
00:24:34: und was wir aber beeinflussen können ist wie wir in jedem Moment sind?
00:24:41: Was wir sagen, was wir tun, wie wir interagieren mit anderen, wie unsere Meetings gestalten... ob wir zuhören, ob wir abgelenkt sind.
00:24:49: Ob wir das Handy rausholen während wir doch eigentlich ein einzig haben.
00:24:53: Diese Mini-Dinge und um diese mini Dinge geht es uns ja immer in unseren Playbooks Und da fällt mir jetzt gar nicht so ein eklatantes Beispiel an aber ich sehe das eigentlich durch die Bank als Muster dass irgendwie die Beschwerde was das Topman Schmidt nicht macht und dabei leidet, keine Ahnung.
00:25:16: Es wäre eigentlich ganz viel in deiner Hand, was du eigentlich gerade... ...nicht ausfüllst
00:25:24: so.
00:25:25: Ich könnte mir auch vorstellen dass da sehr viele Vorbildverhalten quasi auch drinnen ist oder dieses.
00:25:31: ich glaube, dass das Vorbild Verhalten häufig unterschätzt wird weil ich erlebe gleichzeitig, dass sehr viele Leute Kleinigkeiten ... thematisieren, wo draus man dann Dinge ableitet.
00:25:45: Also dieses... Das was du sagst ne?
00:25:49: Sitz das Topmanagement auf der Bühne und haben dann dreites Handy irgendwie vor der Nase während sie mit den Mitarbeitenden sprechen.
00:25:56: oder hören Sie interessiert irgendwie Fragen zu?
00:26:00: oder hören sie interessiert auch Ihrem Kollegen zu, der gerade irgendwie über das Thema ... ... oder kann er darauf referenzieren?
00:26:07: oder sind alle da Oder fehlen immer die gleichen.
00:26:14: Und da wird dann Interesse abgeleitet oder da wird eben auch eine Wertschätzung abgeleitet, also das könnte ich mir schon sehr gut vorstellen und genau auch dann wenn ein Topmanagement wie das Topmanagement beispielsweise mit Fragen umgeht.
00:26:29: Ja, könnte ich mich schon gut vorstellen dass das unterschätzter Raum ist?
00:26:34: Ist jetzt ne pure Spekulation aber könnte ich mehr sehr gut vorstellen?
00:26:39: Ja, das macht total viel aus und ich möchte es nur dreimal unterstreichen.
00:26:42: So was du gesagt hast ist das Role Modeling als Beispiel vorangehen.
00:26:49: Ich glaube dass es etwas Führungskräfte manchmal auch unterschätzen wie sehr sie sozusagen beobachtet werden in Kleinigkeiten.
00:26:59: Und wie du es beschreibst sind Sie abgelenkt, holen Sie das Telefon raus oder sind sie wirklich voll und ganz präsent?
00:27:06: Menschen merken das auch.
00:27:07: also aufs Telefon gucken ist jetzt vielleicht so ein eklatantes Ding, aber Menschen merken auch ob jemand wirklich mit Aufmerksamkeit und Fokus fokussiert zuhört oder ob er eigentlich innerlich so ein bisschen abwesend ist.
00:27:23: Aus welchen Gründen auch immer die eigene Antwort vorbereitet an die to do's denkt?
00:27:28: An das Meeting was vorher noch irgendwie hinterher hängt oder dass was als nächstes kommt.
00:27:35: Ich habe mal so mit einer Workshopgruppe so eine Übung gemacht.
00:27:41: Ganz ganz kurz, wo einfach parweise einer redet über irgendwas, irgendso ein kleines Alltag, das ist ja gar nicht, keine Ahnung der Stau heute Morgen oder irgendein x beliebiges Thema und der die Partnerin hört erstmal unaufmerksam zu also Ist nicht anwesend, aber macht nicht so krasse Sachen wie auf dem Telefon gucken oder sowas was du irgendwie direkt sehen würdest.
00:28:08: Was du auch nicht vielleicht ernsthaft machen würde sondern ist einfach nur nicht im echt mit Fokus anwesen und dann der Schiff die nächste Minute.
00:28:19: ich höre dir wirklich aufmerksam zu und zwar Mit der Haltung, ich möchte dich verstehen.
00:28:25: Ich bin neugierig darauf was du sagst und nicht...ich weiß ja schon was jetzt kommt und lasst das so an mir abpeilen!
00:28:31: Und das ist krass!
00:28:33: Was die sprechen dann im Deep Breathing erzählen?
00:28:36: Was für ein krasser Himmel.
00:28:37: weiter Unterschied das ist.
00:28:39: Menschen spüren ob ihnen zugehört wird oder nicht Und das hat natürlich total viel mit Wertschätzung zu tun.
00:28:47: und Wertschätzungen, ehrlich gesagt ist auch so ein Leitmotiv was ich in meiner Arbeit durchzieht.
00:28:52: Ist etwas wo wir alle irgendwie unter Mangel leiden.
00:28:58: Wo wir alle bei der Arbeit denken Wir haben zu wenig Wertschädzungen.
00:29:04: Wir werden nicht gesehen unsere Leistung wird nicht gesehen unser Beitrag wird nicht sehen wir werden nicht wertgeschätzt.
00:29:13: Mir fiel das neulich mal bei meiner Talkshow irgendwie auf dem Fernsehen.
00:29:16: Ich guck total das gerne und die werden dann zwar immer ausgeblendet, die dann am Handy sind oder waren dann etliche in der Runde, die das dann gemacht haben wo ich dann auch so dachte naja dann kannst du doch dem anderen auch zuhören?
00:29:26: Das ist ja also... ich gucke das ja auch!
00:29:30: Und ich finde dass wäre vielleicht auch spannend was derjenige erzählt und Du bist ja dann auch dran, dann höre ich Dir ja auch zu.
00:29:35: Das war jetzt nur ein Beispiel wie ich jetzt darauf kam Talkshow fand ich das tatsächlich dann, also habe ich auch auf diese kleinen Nons reagiert oder auf dieses Verhalten von den anderen zu dem Pier der ja da quasi neben ihnen saß und eben auch was zu erzählen hat.
00:29:51: Das hätte ich jetzt vermutet und auch übertragen auf eine psychologische Sicherheitsebene, dass man das glaube ich auch gut im Unternehmen als Vorbild vorleben kann Und im umgekehrten Fall wird es eben auch wahrgenommen, was man wahrscheinlich unterschätzt.
00:30:06: Wo derjenige dann sagt ja ich habe mir nochmal kurz aufs Telefon geguckt?
00:30:09: Ja genau und das sind diese kleinen Dinge die am Ende eigentlich Kultur ausmachen.
00:30:15: also was wird hier gelebt und was wird nicht gelebt, was wird toleriert und was ist üblich oder was ist nicht üblig und Menschen haben ganz feine Sensoren dafür sozusagen und wenn es übliche einander nicht zuzuhören oder abgelenkt zu sein, unterbrechen oder unpünktlich zu sein.
00:30:37: Das teilt sich mit und ich glaube das sind überall so kleine Ansatzpunkte wo wir alle sozusagen mithelfen können dass wir die Kultur herstellen kultivieren, die wir uns vorstellen und wünschen und das sind Kleinigkeiten.
00:30:55: also Kultur ist ein Riesen Diesen Begriff, aber ich glaube letztlich sind es genau diese kleinen Momente.
00:31:04: Es war total schön dass du jetzt Kultivieren gesagt hast weil kultivierend hat ja auch mit Wachsen zu tun und so.
00:31:10: Ich habe sofort an so einen Garten gedacht wo das... Wo du erst was sähst und du kultiverst dann quasi dein Blumenbeet und hinterher kommen dann tatsächlich schöne Blumen raus wenn man sie pflegt.
00:31:21: Und das ist nicht jetzt gleich da sondern Der Samen muss erst noch den richtigen Zeitpunkt finden und die richtige Umgebung oder die richtige Jahreszeit.
00:31:33: Ja, absolut!
00:31:34: Ich finde diesen Gartenmetapher total schön und passend zu sein... bei psychologischer Sicherheit, das ist nichts was schnell auf Knopfdruck funktioniert.
00:31:46: Das ist etwas wo man auch einen langen Atem haben muss und wo es nicht reicht einmal im Monat irgendwie mal zu gießen sondern wo du jeden Tag so ein bisschen das Unkraudietten musst, wo du ein bisschen die Blumen gießen musst und so Was heißt must?
00:32:01: Das klingt schon wieder nach Pflicht und irgendwie eine Last.
00:32:05: also dass ist auch etwas was ich in der Begleitung von Teams erlebe, dass es kann was total Freutvolles sein.
00:32:13: Weil diese Art Kultur die entsteht das Miteinander ist einfach viel angenehmer für alle Beteiligten auch für die Führungskräfte.
00:32:22: also Das fühlt sich vielleicht erst mal irgendwie auch so ein bisschen was für einen Schritt.
00:32:28: jetzt soll ich hier plötzlich irgendwie mit mehr Offenheit agieren und vielleicht auch zugeben, wenn ich was nicht weiß und Fehler zu geben oder so.
00:32:36: Das ist für viele Führungskräfte ein Riesenschritt.
00:32:40: aber dann, wenn man mal dran bleibt und dann entwickelt sich ein Miteinander wo sich auch die Führungskräfte viel wohler fühlen weil sie eben... Weil die Beziehung, das ist auch so bisschen das was du geschildert hattest bei der Gespräch mit der Mitarbeiterin was du hattet, wo ihr diese aus unterschiedlichen Perspektiven geguckt hat, was das Störgefühl und das Benennen von Gefühlen angeht.
00:33:07: Es stärkt die Beziehungsebene und Menschen sind einfach Beziehungswesen und deswegen ist das etwas, was allen gut tut.
00:33:17: Hätte ich spontan noch eine Frage, wo ich mich jetzt frage wenn ich auf die Sachebene gucke?
00:33:21: Und ich hätte jetzt so die Idee dass in der Welt gerade so ne suche sachebene grade wieder sehr über akzentuiert wird Wenn ich jetzt dran denke an eine Sachebene, also nehmen wir das Performance-Ebene im Sinne von Impact.
00:33:42: Wie kann man quasi in diesem Kontext die psychologische Sicherheit auf der einen Seite beibehalten und auf der anderen Seite quasi eine Verhaltensänderung auf der Sachebene bewirken?
00:33:58: Hört sich ist das falsche Wort aber ich glaube ihr wisst was ich meine
00:34:02: Wenn du mal zum, damit war ein Verständnis klar, sozusagen das auch Konsequenzen.
00:34:09: Also wenn man irgendwie ambitionierte Ziele hat dass auch Kesequencen haben kann und sollte wenn irgendwie bestimmte Ziele nicht erreicht werden geht es in die Richtung?
00:34:20: Ich meinte das eher.
00:34:21: wenn du jetzt in einem System bist dann hat ja dieses System irgendwie einen Zweck.
00:34:25: Und vielleicht ist der nicht nur auf der Beziehungsebene zu finden sondern eben auch auf einer Sachebene.
00:34:30: Jetzt kann man natürlich auf einer Beziehungsebenen, glaube ich sehr gut oder kann man eine gute psychologische Sicherheit erreichen.
00:34:43: Und gleichzeitig habe ich mir die Frage gestellt ist dann wenn das, wenn die Sachebene dazukommt und die nicht stimmt?
00:34:51: Also als Beispiel du bestellst einen Gärtner und der fängt an deinem Dach umzuschrauben obwohl du das jetzt gar nicht bestellt hast.
00:34:58: Weißt du was, Caroline?
00:35:02: Irgendwie hat mich dein Dach mehr angelacht.
00:35:03: Ich hatte jetzt mir Lust irgendwie auf den Dach zu arbeiten.
00:35:07: Da musst du ja auf die Sachebene gehen und muss sagen also ich habe dich als Gärtner engagiert und dann würde ich mir auch wünschen dass du meinen Garten in Ordnung bringst.
00:35:15: Und ich hab die Frage an mich selber gehabt ob genau bei diesem Gespräch eine psychologische Sicherheit gewährleistet bleiben kann ohne das es die Beziehungsebene angreift.
00:35:27: Ja Meine Erfahrung ist eher, dass psychologische Sicherheit dazu führt, dass wir solche Gespräche früher klarer und ärgerlicher führen können ohne die Beziehung zu gefährden.
00:35:40: Also das wird trotzdem mit dem Gärtner noch in guter Verbindung bleiben können auch wenn wir harte sachliche Auseinandersetzungen haben und vielleicht doch sagen, nee... Ja, mag ja schön sein dass du hier am Dach schraubst.
00:35:53: Aber das ist nicht eine Aufgabe dafür bezahle ich dich nicht.
00:35:56: und so weiter.
00:35:56: also Ich erlebe das oft dass So klare Kommunikation eher eine Schwierigkeit ist in Systemen wo psychologische Sicherheit Nicht gegeben ist und dass es da oft eher spät kommt falschen Ton, also dass nicht so eine gute konstruktive offene Auseinandersetzung darüber ist.
00:36:19: Und eigentlich gerade diese schwierigen Gespräche vielleicht auch wenn es keine Ahnung unterschiedliche Zielvorstellungen wie bei dem Gärtner oder Dachschrauber oder aber auch bestimmte Wir sind ja alle in den Unternehmen einfach nur aus selbst weg.
00:36:38: Wir haben alle Ziele und es gibt bottom-line Results, die da stehen sollen usw.
00:36:44: Alle haben auch oder viele individuelle Ziele.
00:36:47: Und dann kann das immer sein dass irgendwie das Auseinander klafft oder dass jemand nicht das leistet was eigentlich vereinbart war.
00:36:55: Darüber sehe ich kann man viel besser und klarer sprechen wenn eine eine psychologische Sicherheit so herrscht, dass sozusagen nicht die Beziehungsebene direkt da immer mit rein gemischt ist.
00:37:10: Also was ich sehe wenn Nicht-Psychologische-Sicherheit herrschen dann ist die Bezierungs Ebene immer gefährdet obwohl sie da ja vielleicht gar nicht gefährdet sein muss, weil es ja eine sachliche Auseinandersetzung ist.
00:37:25: Also ich sehe nur dass diese Trennung von Sach- und Beziehung eigentlich besser funktioniert mit der psychologischen Sicherheit und das Dinge auf der Sache Ebene viel früher klarer zur Sprache kommen können.
00:37:38: Ich beantworte das so ein bisschen.
00:37:40: Das beantwortet total meine Frage, weil quasi ich habe mich gefragt.
00:37:46: Ist so eine Performance ein Management heißt es immer so schön?
00:37:52: Ich finde das Wort ein bisschen schwierig muss ich zugeben.
00:37:56: Muss es quasi oder ist es kann das gut funktionieren?
00:38:01: und ist es eben?
00:38:08: Kann es gut funktionieren, obwohl man eben eine gute Beziehungsebene hat oder ist das quasi konflikter?
00:38:17: Ja also ich würde ja auch nicht sagen.
00:38:22: Es geht darum irgendwie Konflikte zu vermeiden.
00:38:26: Immer wenn mehr als ein Mensch im Raum ist dann gibt es Konflikte.
00:38:31: Also im Sinne von da gibt es unterschiedliche Interessen und unterschiedliche Perspektiven.
00:38:38: der meine meinen Ansatz und ich glaube dafür braucht das ganz sehr psychologische Sicherheit ist eben wie können wir uns darüber offen und konstruktiv auseinandersetzen auf eine produktive Art und Weise und das eben nicht so verquicken.
00:38:55: Also ich sehe, dass bei ganz vielen, gerade wenn es um Performance-Themen geht dann sind soebenen der Identitätsberühr so werde ich akzeptiert bin ich kompetent usw.
00:39:07: Und das kann man viel besser auseinander flechten eine psychologische Sicherheit hat und klar ist, wenn wir jetzt hier ein Performance Issue haben.
00:39:20: Und ich rede da mal Tagelis, dass damit überhaupt nicht beeindruckend betroffen ist das sich dich mag als Mensch und dass unsere Beziehung weiter bestehen bleibt.
00:39:32: aber hier gibt es einen Performance Issues.
00:39:34: oder der Gärtner Dachdecker-Isschuh.
00:39:39: Nächsten Mal wollen wir ja über dein neues Buchprojekt mit deiner Quartur in Minette sprechen Und mich würde nochmal so interessieren, wie war dieser Weg?
00:39:48: Also wie kam es dazu?
00:39:50: und dass ihr gesagt habt wir müssten dann noch mal irgendwie ein neues Buch hinterherbringen.
00:39:56: Das waren eigentlich die vielen Leser unseres ersten Buches, die gesagt haben hey das ist total super hier so ganz einfache gut umsetzbare Ideen wie man psychologische Sicherheit umsetzen kann.
00:40:10: und jetzt brauchen wir noch mal etwas weitergehendes.
00:40:14: Jetzt stoßen wir auf Widerstand!
00:40:16: Jetzt haben wir mit Skeptikern zu tun, die irgendwie der Pushback machen.
00:40:20: Jetzt geht es um die Frage Wie kann ich denn meinem Team arbeiten?
00:40:25: das wirklich mit Leben füllen, wie kann ich auch... Das hat Susi vorhin angesprochen.
00:40:30: Rock the Talk machen und das wirklich rollmordeln!
00:40:33: Und all diese Dinge.
00:40:35: Darum geht es in unserem zweiten Buch, das ist sozusagen dieselbe Struktur mit den fünf Plays und den verschiedenen Moves.
00:40:43: Und wir schauen dann aber wie geht man mit Skeptikern oben?
00:40:47: Wie kann ich Role-Modeling machen?
00:40:50: Welche Teamübungen gibt es?
00:40:51: Und solche Dinge!
00:40:53: Das ist sozusagen das Level Deeper zum ersten
00:41:01: Buch.
00:41:04: Dann würde ich sagen, da freuen wir uns total drauf.
00:41:08: Und ich bin sehr gespannt was wir dann von dir erfahren und wie du nochmal quasi diese Spurt tiefer gefunden hast und wie das passiert ist.
00:41:20: Da freue ich mich auch darauf, Tim und Susi!
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