Wie können wir mit Skeptikern umgehen? - Teil 2 mit Dr. Karolin Helbig (Folge 90)
Shownotes
Was ist das Motiv der Skeptiker?
Hast du schonmal Aussagen gehört, wie: "Wir haben kein Zeit für sowas." oder "Bei uns geht es um Performance, wir sind nicht auf dem Ponyhof."? Wenn du gerade versuchst, psychologische Sicherheit in deinem Team einzuführen und dir Skeptiker begegnen, dann könnte diese Podcast Folge vielleicht interessant für dich sein.
Karolin erzählt uns, was aus ihrer beruflichen Erfahrung die zwei wesentlichen Argumente der Skeptiker sind, wenn es um die Einführung von psychologischer Sicherheit geht.
Wir sprechen darüber, warum es für die Einführung psychologischer Sicherheit keine extra Zeit benötigt und warum psychologische Sicherheit ein Performance Ermöglicher ist.
Karolin erklärt uns, welche Rolle eine Fehlerkultur bzw. Lernkultur und Experimente dabei spielen. Wir wollen von ihr wissen, wie wir Skeptiker mitnehmen können und wie wir am besten mit ihnen umgehen. Wie reagierst du auf Skeptiker? Versuchst du sie zu überzeugen oder versuchst du neugierig zu verstehen, warum sie sich so verhalten?
Es geht auch um Selbstwahrnehmung, wie wir miteinander sprechen und wie wir in Kontakt miteinander kommen können. Wir sprechen auch darüber, was ich machen kann, wenn psychologische Sicherheit im Team kaputt gegangen ist, um sie wieder wachsen zu lassen.
Wenn du wissen möchtest, was Beziehungsebene, Sachebene und unterschiedliche Werte verschiedener Menschen im Team damit zu tun haben, dann höre am besten gleich mal rein.
Transkript anzeigen
00:00:00: Verstehen heißt nicht zustimmen, dass man das sauber trennt.
00:00:05: Das geht genauso auf Team-Ebene wo man natürlich trotzdem so sein kann, dass der eine den anderen Mit dem Meer anfangen kann und mit der weniger, dass man sich mehr mag oder mehr weniger.
00:00:22: aber das Grundklima im Team etwas ist wo die Beziehungsebene sauber sozusagen nicht mitschwingt wenn man sich über sachliche Dinge auseinandersetzt.
00:00:34: Ich glaube was da leicht passieren könnte ist, dass wir unterschätzen was für ein Einflussbereich wir haben!
00:00:40: Und wenn wir sozusagen unseren Zirkul auf Influenz maximal ausnutzen dann gibt es oder dann erhöhen wir einfach die Möglichkeit, dass Rippeleffekte und Strahlkraft entstehen, die wir vielleicht vorher gar nicht uns vorstellen können.
00:00:57: Das Delta an Potenzial!
00:00:59: Wie fühlt das sich an?
00:01:00: Also was kommt nicht auf die Straße in dem Team wo ich mich unsicher fühle und was kann ich alles einbringen in einem Team wo Ich mich sicher fühl decken und das hochgerechnet quasi auf die ganze Belegschaft, keine Ahnung von dem Konzern oder meinetwegen auch nur von einem Bereich.
00:01:16: Oder so.
00:01:16: dann kriegen wir glaube ich eine Vorstellung von dem Potential über dass wir hier reden.
00:01:22: herzlich willkommen bei agile soul deinem Podcast der Agilität für dich erlebbar macht mit Impulsen fürs Grammaster von und mit Susanne Jung und Temmela Carolin.
00:01:33: welcome back.
00:01:34: schön dass du eine zweite Folge lang bei uns bist und heute wollen ein anderes Thema anschlagen als letztes Mal.
00:01:42: Und ich würde dich gerne herzlich einladen, dass du einmal kurz über dein zweites Buch berichtest und einmal sagst wie ihr darauf gekommen seid ein zweites buch zu schreiben und was ihr da so alles verändert habt.
00:01:57: Ja, hallo Tim und Susi.
00:01:59: Ich freue mich, dass ich wieder bei euch sein kann!
00:02:01: Vielen Dank für die Einladung.
00:02:03: Das zweite Buch ist eigentlich so entstanden das Leute, die unser erstes Buch gelesen haben und toll von angewendet haben gesagt haben hey ich stoße hier auf Schwierigkeiten Widerstand wie bringe ich es in mein Team?
00:02:17: Wie kann ich wirklich die Kultur in meinem Unternehmen in meiner Organisation verändern wenn sie gesagt haben bitte schreibt doch mal ein Buch sozusagen zu den Echten Komplexitäten auf die wir so stoßen, was genau so... praktisch anwendbar, leicht füßig.
00:02:33: Genau so Playbook ist.
00:02:34: und so kam es eigentlich dazu dass wir das zweite Buch geschrieben haben wo wir genau auf solche Dinge gucken.
00:02:41: wie kann ich mit Skeptikern umgehen?
00:02:45: Wie kann ich wirklich psychologische Sicherheit verkörpern und leben?
00:02:50: Wie Kann Ich Das in meinem Team verankern?
00:02:53: Und wie kann Ich vielleicht auch dafür sorgen Dass Es So Rippeleffekte gibt die über mein Team rausstreilen?
00:03:00: und dann wird möglich wirklich die Kultur im Unternehmen verändern.
00:03:06: Es hört sich total spannend an, wenn ich an die Skeptiker denke bin nicht besonders neugierig.
00:03:11: Wäre das okay für dich, wenn wir damit anfangen?
00:03:14: Total!
00:03:14: Ich finde es genau so.
00:03:15: ein spannendes Thema und in unserem Buch das basiert... Das zweite Buch genauso auf der Struktur wie das erste Buch.
00:03:23: also gucken wir wirklich ganz spezifisch für jedes Spiel.
00:03:27: Was sind da so die typischen skeptischen Argumente und was könnten Ideen sein, wie man darauf antwortet?
00:03:34: Also da findet man ganz viel Ideen auch zur Sprache und für mögliche Argumnte.
00:03:41: ich würde es jetzt aber einfach mal ein bisschen raussuchen und gucken.
00:03:44: was ist denn so wenn nicht mal auf alle skeptisches Pushbacks sozusagen mal rausgesunten, gucken was ist das Motiv?
00:03:53: Was wir so typischerweise hören und da würde ich sagen es sind eigentlich vielleicht zwei Dinge die wir da regelmäßig hören dass eine ist.
00:04:06: Wir haben keine Zeit für sowas.
00:04:08: Wir sind total unter Druck!
00:04:10: Wir haben echte existenzielle Schwierigkeiten.
00:04:13: Das ist alles so volatil wie noch nie... Unfassbar wenig Zeit und unfassbar viel zu leisten, die haben einfach keine Zeit uns um solche extra Luxus Themen zu kümmern wie psychologische Sicherheit.
00:04:29: Also das Zeitargument würde ich sagen ist etwas was wir ganz oft hören.
00:04:36: und vielleicht gehe ich direkt mal darauf ein.
00:04:39: was so meine Perspektive wenn man Blick drauf ist?
00:04:41: und dann komme ich zu dem zweiten Argument.
00:04:45: Ich würde denken, dass es in gewisser Weise irgendwie auch ein Missverständnis ist.
00:04:49: Also das klingt für mich so ein bisschen wie dieser sprichwörtliche Mensch im Wald der mit einer stumpfen Axt versucht die Bäume zu schlagen und sagt er hat keine Zeit die Axt zu schärfen.
00:05:01: Und es geht eben nicht darum sozusagen jetzt etwas zusätzlich zu machen was mit der eigentlichen Arbeit nichts zu tun hat sondern es geht ja darum die AXT zu scherven.
00:05:14: Wenn man scheinbar sich die Zeit nimmt, die man nicht hat, sich um dieses Thema zu kümmern.
00:05:20: Dann geht das Bäumefällen viel schneller beziehungsweise und das ist eigentlich der Hauptfokus in unseren Playbooks Es geht gar nicht so darum, etwas in extra zu machen.
00:05:33: Also wir alle sind unfassbar busy!
00:05:35: Wir haben keine Zeit.
00:05:36: da ist nicht im Kalender eine leere Stunde wo ich jetzt irgendwie psychologische Sicherheit noch reinsetzen kann.
00:05:43: Darum geht es auch gar nicht.
00:05:44: Es geht eigentlich darum das was wir sowieso machen auf ne andere Art zu machen.
00:05:49: also wir machen sowieso Meetings.
00:05:52: Wir haben sowieso one and once.
00:05:56: alle möglichen Dinge und die aber auf eine Art und Weise zu machen, wo psychologische Sicherheit bewusst gefördert wird.
00:06:04: Und nicht unter die Räder kommt also in gewisser Weise das Axt schärfen eigentlich schon im Doing nebenbei sozusagen zu machen.
00:06:14: darum geht es.
00:06:16: Also das würde ich sagen dass Zeit ist sozusagen rausgesummt.
00:06:22: das, was ich sehe und denken würde zu dem Zeitargument.
00:06:27: Und das andere Argument, was wir auch ganz oft hören ist ein Performance-Argument.
00:06:33: Es geht nicht darum – und das höre ich von ganz vielen Skeptikern – es geht hier nicht darum dass sich alle wohlfühlen!
00:06:39: Wir sind hier kein Polymorph, ja?
00:06:42: Es geht darum, dass wir Leistung bringen, dass die Zahlen stimmen usw.
00:06:48: Auch da glaube Es ist in gewisser Weise fast wie ein Missverständnis, denn psychologische Sicherheit ist eben nicht etwas wo es darum geht.
00:06:58: wir machen Eiterteil und alles ist gut und Harmonie usw.
00:07:04: Das geht allgenau darum dass psychologischer Sicherheit eigentlich der Performance Enabler ist wenn wir psychologische Sicherheit haben auf eine viel bessere Art und Weise schlagkräftiger Zusammenarbeiten.
00:07:21: Wir können für Innovationen sorgen, wir können für mehr Ideen sorgen usw.
00:07:25: Also es ist nicht ein Wohlfühlelement nice to have damit wir alle kutscheln sondern es ist wirklich eher enabler dafür dass wir ja auf ne bessere art und weise miteinander Arbeit machen können und offen reden können, offen über Fehler sprechen können.
00:07:45: Und dadurch dann wirklich Innovationen beschleunigen können.
00:07:51: Auch eine Federkultur die wahrscheinlich in ein Lernen mündet richtig?
00:07:54: Genau genau das ist ein ganz wichtiges Element sozusagen unser Spiel.
00:07:58: vier dass es komplett Das Thema Fehlerkultur, da habe ich neulich von jemandem den Workshop teilgenommen hat gelernt.
00:08:07: Dass sie gar nicht mehr über Fehlerkulturen sprechen sondern Lernkultur sagen.
00:08:11: Weil es genau darum geht so auf die Dinge zu schauen, die vielleicht nicht so gelaufen sind wie man gerne hätte.
00:08:19: und das Fehler zu nennen ist ja schon vielleicht fragwürdig weil's irgendwie klingt an Klängehand hat eine Schule, wo es rot angestrichen wird und etwas ist was du vermeiden willst.
00:08:29: Sondern hier geht das ja wirklich ums Lernen und in gewisser Weise wenn wir neues Territorium betreten und Dinge machen die wir noch nie gemacht haben ist der Quatsch zu denken ich will jetzt Fehler vermeiden sondern ich will ja lernen.
00:08:42: und deswegen geht das eigentlich darum.
00:08:45: Ich würde nicht sagen, möglichst viele Fehler zu machen.
00:08:47: Aber schon es geht darum möglichst viele intelligente Fehler aus denen man wirklich lernen kann.
00:08:53: ich komme ja aus der Wissenschaft da macht man ständig Experimente das ist und wenn die sozusagen etwas ergeben was man nicht erwartet hat dann ist ein interessantes Insight.
00:09:04: Es ist kein Fehler in dem Sinne klar als gibt auch Dinge, die nicht funktionieren.
00:09:09: Die im dem Sinne vielleicht Fehler sind.
00:09:11: irgendwelche Reagenzien sind falsch angesetzt oder ich habe mich in der größten Ordnung für da irgendwas was sozusagen in dem Sinne ein Fehler ist aus dem Ich Nicht wirklich etwas lernen kann.
00:09:21: darum geht es nicht.
00:09:22: Es geht ja darum aus diesen intelligenten komplexen vieler intelligenten vielern beim ausprobieren von neuen Dingen so miteinander offen umzugehen, dass wir einen möglichst großen Lerneffekt haben.
00:09:36: Und nicht weil wir denken oh das will ich jetzt vermeiden und verstecken nicht drüber reden da ja bringe ich eigentlich das Team um den Lerneffekt.
00:09:48: Ja ich bin mir viel gerade spontan Die Erfindung des Penicillins ein, die ja eigentlich ein Doberfehler war.
00:09:54: Aber derjenige hat dann Robert Koch war es glaube ich, intelligent darüber nachgedacht und hat daraus gelernt.
00:10:02: Und ich habe der zweite Gedanke, der mir kam wie gut das wenn wir laufen lernen, wenn nicht denken dass wir Fehler machen sondern... Dann würde niemand laufen lernen!
00:10:12: Alle würden direkt aufgeben und sagen Ohr, nach dem Wundersten mal hinfallen ist geht ja wohl gar nicht.
00:10:18: Ich glaube auch, dass das die Lerngeschwindigkeit erheblich beschleunigt.
00:10:22: Wenn ich eine Lernkultur erlebe aus der ich quasi immer das Beste rauspicke und daraus lerne und darauf wieder aufsetzen kann.
00:10:34: Ja total!
00:10:34: Und ich glaube da tut es gut auch so ein bisschen an Learning zu betreiben.
00:10:40: Das was wir vielleicht an Gepäck aus der Schule mit bekommen im Sinne bei dem Wort Fehler mittransportiert, dass wir das hinter uns lassen und dass wir viel mehr in diese Offenheit reinkommen.
00:10:56: Dass wir alle miteinander lernen und dass es darum geht eben miteinander besser zu werden und nicht irgendwie sich auf Fehler hinzuweisen und dann womöglich in dieses Fingerpointing und Blaming zu kommen.
00:11:10: Ich würde gerne noch mal so ein bisschen besser verstehen, wie du die Skeptiker auf diesem Weg mitnimmst.
00:11:15: Also wenn ich mir vorstelle... ...die Menschen, die sowieso vom psychologischen Ersicherheit von diesen Konzept überzeugt sind für dies sicherlich dieses kleine Dinge ausprobieren.
00:11:27: im täglichen Doing ist es was sie selbstverständlich machen würden aber sie sich davon schon positive Effekte versprechen würden.
00:11:36: Jetzt hat ich eben von dir verstanden dass die Skektiker haben Zwei Motive.
00:11:40: auf der einen Seite haben sie das Gefühl, dass es irgendwie habe ich keine Zeit für.
00:11:45: Wir müssen uns um wichtigere Dinge kümmern und auf der anderen Seite vielleicht ist es so ein bisschen ... wir müssen alle miteinander sein.
00:11:54: oder hat so etwas Isoterisches jetzt überspitzt gesagt?
00:11:58: Wie kann ich wenn ich jetzt Skeptiker in meinem Umfeld habe wie kann ich die gut mitnehmen als jemand der sowieso schon davon überzeugt ist?
00:12:10: Weil die, die überzeugt sind, die muss ich ja nicht mehr überzeugen.
00:12:13: Die werden sowieso das so vorleben mit den ganzen Ansätzen, die ihr auch schon im ersten Buch mitgegeben habt?
00:12:21: Ja genau!
00:12:22: Also die, der schon überzeugt ist, muss man davon nicht überzeugen und die, denen davon nicht überzeugt sind glaube ich kann mal nur bedingen durch das was man sagt überzeugen.
00:12:34: Also da bieten wir ganz viele Ideen im Buch an, was man sagen kann und ich glaube ganz oft sind das auch Dinge die Wirkung haben können so wie wir eben über dieses Argument Zeit oder Argument Performance gesprochen haben, was glaube ich auch etwas auslösen kann mit anderem Blick auf diese thema psychologische Sicherheit zu gucken.
00:12:57: aber ich glaube Worte reichen nur soweit ich als Erfahrung mache, das was ich als Erlebnis habe.
00:13:06: Das was sich mir also auch als Gefühl mitteilt.
00:13:09: und ich glaube da ist letztlich nur überzeugend wenn man das wirklich verkörpert psychologische Sicherheit und wenn man wirklich walking the talk macht und wenn sozusagen diejenigen die erstmal irgendwie ... weiß nicht zu, also Skeptiker sind oder vielleicht auch einfach zögerlich sind und noch nicht überzeugt sind.
00:13:32: Das müssen ja nicht die totalen antipsychologische Sicherheitsskeptiker sein.
00:13:37: Die sind letztlich vielleicht auch da sich nichts zu überzeugen.
00:13:41: Die aber erst mal irgendwie zurückhalten sind.
00:13:44: und ich glaube was da wirklich überzeugend ist es wenn man selber erfährt dass Dinge anders gehandhabt werden können gerade in dem menschlichen Miteinander.
00:13:56: Wenn ich zum Beispiel eine Fragestelle oder ein skeptisches Argument bringe, wenn ich da nicht direkt erfahre, dann werde ich zugehauen mit dem Gegenargument oder irgendwie niedergemacht.
00:14:11: Sondern wenn Eine andere Haltung erfahre zum Beispiel eher eine neugierige Nachfrage, etwas was wir ja auch in unseren Playbooks empfehlen.
00:14:22: Wie meinst du das?
00:14:23: oder warum denkst du so?
00:14:24: Oder wie sieht die Welt aus deinen Schuhen aus sozusagen?
00:14:30: und da kann ich mir vorstellen... dass sich etwas verändert, wenn man sozusagen selber erfährt wie es sein kann.
00:14:40: Dass man sich auch verhält sozusagen und deswegen ist ein ganz großes Element in unserem zweiten Buch Wie verkörper ich?
00:14:50: Worum's eigentlich geht?
00:14:52: also wir gucken das an für alle fünf Plays wie gelingt es mir wirklich courageous communication zu leben.
00:15:00: Wie gelingt es mir besser zuzuhören und so weiter?
00:15:04: Und das hat, würde ich sagen ganz viel mit Selbstwahrnehmung zu tun und deswegen geben wir ganz viele gute Proms wie man über sich und seine Reaktion und seiner Art miteinander umzugehen also mit den anderen umzugehnen wie man darüber nachdenken kann.
00:15:25: Ich musste gerade lachen.
00:15:29: Mein Westerlehrmeister ist ja mein Sohn und wir haben neulich diskutiert.
00:15:33: Und dann sagte er irgendwann, ich verstehe dich!
00:15:36: Ich hatte die Gegenposition zu ihm.
00:15:38: also mein Skeptiker war mein Sohne oder ich war seinen Skepticker.
00:15:42: Dann sagte er so, ich verstehe dich.
00:15:46: Ich muss dazusagen des Vierzehn.
00:15:49: Und ich fand das total spannend was das mit mir gemacht hat und ich habe gelacht und hab gesagt man bist du gut?
00:15:59: Dieses Drehen von so einem typischen Verlauf ist mit diesem kleinen Sätzchen total anders verlaufen, als wenn ich mich jetzt weiter in meine Momentation reingeschraubt hätte.
00:16:15: Und er hat das glaube ich für sich schon mal irgendwie erlebt oder mitgenommen, dass das quasi verändert und ich fand es sehr lehrreich und spannend.
00:16:25: Wie hat es sich angefühlt für dich Susse?
00:16:27: Ich hab halt gedacht, man bist du gut.
00:16:31: Also so das was wir erst erlernen müssen also wie ja in unserem Alter... ich habe jetzt nicht von meinen Eltern mitbekommen dass man quasi sagt, ich verstehe dich oder dass ich zu meinen Eltern hätte sagen können, ich verstehe dich und ich habe die Hoffnung, ich projiziere es auf eine Generation.
00:16:50: In dem Fall ist mir mein Sohn aber Wie spreche ich miteinander?
00:16:57: Wie komme ich in Kontakt, dass diese kleinen Menschlein das wirklich gut können.
00:17:03: Ich weiß jetzt nicht ob sie es besser können als wir oder ob man es irgendwann abtrainiert bekommt und verlernt.
00:17:07: Das kann ich nicht beurteilen.
00:17:08: aber ich dachte halt so wie großartig das funktioniert und ich stand halt sofort neben mir und dachte dann so spannend was er jetzt gerade macht und es holt mich ab!
00:17:20: Und das fand ich sehr.
00:17:25: Also es war eine lustige Situation.
00:17:28: Ja, total klasse Susie und das ändert mich jetzt wiederum daran wie ich mit meiner Co-Autorin zusammen arbeite da würde ich sagen wir haben wahrscheinlich ein Zweiherteam mit maximaler psychologischer Sicherheit und was wir ganz oft praktizieren ist Ich verstehe dich und ich sehe es aber anders.
00:17:47: Und das ist etwas, was sich auch nicht vorher in allen möglichen Kontexten entdeckt, die ich so gearbeitet habe, in der Beratung
00:17:56: usw.,
00:17:56: so praktiziert hätte oder mich eingeladen gefühlt hätte zu praktizieren.
00:18:02: Was aber großartig ist, weil eben die Beziehungs-Ebene... auch heil hält und man kann sich viel klarer aufeinandersetzen, wie die verschiedenen Perspektiven sind.
00:18:15: Und nur auf diese Art und Weise gelingt es einem eigentlich dann zu etwas zu kommen was besser ist als jeder für sich vorher einzeln gesehen hat.
00:18:24: also mit meiner Koordination schreibe ich ja nicht nur Bücher sondern auch Artikel usw.
00:18:30: und da haben wir ganz oft Differenzen.
00:18:34: Also Wir Haben die geteilte Passion, psychologische Sicherheit.
00:18:38: Aber wir haben einen sehr unterschiedlichen Blick.
00:18:41: sie in den USA ich hier Sie hat sehr lange in einem Tech-Unternehmen gearbeitet internationale Teams geleitet Ich habe aus meiner Wissenschaft kommt und lange bei McKinsey gewesen ganz anderen Blick auf Dinge Und deswegen ist das für uns total gut im ersten Schritt erstmal genau zu verstehen warum sagst du das jetzt?
00:19:03: zum Beispiel hatten wir so eine Meinungs Meinungsverschiedenheit klingt eigentlich schon zu beladen, vielleicht eher Desens oder unterschiedliche Perspektive letzte Woche und haben ein bisschen Zeit darauf verwendet gegenseitig den Standpunkt überhaupt erst mal zu verstehen.
00:19:20: Und dann zuteilen wie sie ich es aber und dann zum etwas besserem Dritten zu kommen.
00:19:28: Ich glaube, Teams könnten das sehr gut gebrauchen wenn sie auf diese Art und Weise sozusagen Beziehungsfragen und Meinungsfragen ein bisschen auseinandersortieren würden.
00:19:40: Und sicher genug sich fühlen alle dann über ihre Meinungs- oder ihre Dessenzfragen sich auseinanderzusetzen.
00:19:49: Carolin ich habe fast den Eindruck was da drin auch eine extrem hohe Effizienz steckt die Sachebene von der Beziehungsebene getrennt bekommst, quasi das Nichts-Nachhalt auf einer Beziehungsebene wenn du die Sachebene diskutierst und auch genau diese Beziehungen und Sachebenen Hygiene betreibst durch psychologische Sicherheit.
00:20:11: Und das kriegt man dann nämlich glaube ich ganz gut hin.
00:20:14: Ich könnte mir vorstellen, das wäre jetzt mal eine These von meiner Seite.
00:20:17: Dass wenn du keine psychologische Sicherheit hast dann verschwimmt diese Beziehungs- und die Sachebene permanent und du kannst gar nicht genau differenzieren.
00:20:27: ist es jetzt das Sachthema oder ist es das Beziehungsthema was hier gerade irgendwie spricht und stimmt?
00:20:32: Ja absolut!
00:20:33: Das würde ich aus meiner Erfahrung total unterschreiben.
00:20:37: und ich glaube dieses saubere Sortieren das hier ist so hilfreich weil man weiß Ich verstehe dich, ich sehe es anders und unabhängig davon.
00:20:48: Ich mag dich!
00:20:49: Also wenn man das hinkriegen könnte dann könnte man viel produktiver miteinander über Dinge sich auseinandersetzen.
00:20:56: denn genau wenn psychologische Sicherheit fehlt dann schwimmt das so ineinander und es schwimmt immer mit oh Gott mag mich der andere eigentlich noch.
00:21:07: Und das Bande finde ich dazu noch dass ist selbst mit der Erkenntnis dessen einem, also nicht einem sondern mir.
00:21:15: Ich renne von mir persönlich sprechen so geht.
00:21:17: Also dass wenn ich eine gute psychologische Sicherheit spüre beispielsweise beim Tim kann ich ganz andere...also dann weiß ich das diese Beziehungsebene da einfach gar nicht mit diskutiert wird oder mitschwingt und das finde ich wie gesagt eines der größten Effizienzheber.
00:21:39: Der Tim könnte zu mir sagen Ich mag dich gar nicht und ich könnte trotzdem gut mit ihm zusammenarbeiten, weil ich mich psychologisch sicher fühle.
00:21:49: Interessant!
00:21:50: Ja ja also davon bin ich auch total überzeugt und ich glaube uns ist da noch gar nicht klar wie viel Potenzial frei werden würde wenn wir auf diese Art und Weise psychologische Sicherheit in Teams erhöhen würden dass wir irgendwie viele Offener und klarer miteinander sein können.
00:22:10: Und nicht immer alle möglichen Dinge noch mit schwingen, die ein Jahr auch nachgehen.
00:22:15: Leute nehmen das dann mit nach Feierabend und denken darüber nach.
00:22:18: also Das bindet auch ganz viel Energie und Zeit und die wir in was völlig anders stecken könnten.
00:22:25: Gesundheit glaube ich ja.
00:22:26: also ich glaub Resilienz ist da auch ein großes stichwort runter.
00:22:31: Ich hätte nur eine Frage in Richtung Teams.
00:22:33: Also wenn ich jetzt so im eins und eins, kann ich mir das gut vorstellen wie das Beispiel Kao Ali was eben genannt hat es mit deiner Co-Autorin Minette?
00:22:41: Also wenn ihr jetzt so einem Eins zu Eins Gespräch seid und ihr seid ja ein Tandem also sind nicht mehr Leute daran beteiligt an eurem Projekt dann kann ich mich das gut vorstellen diese gute Trennung zwischen Beziehungsebene und Sachebenen weil die Beziehungsebene irgendwann mal gut geklärt ist blind aufeinander verlassen können und kann dann quasi auf der Sachebene auch sehr kontrovers diskutieren, ja?
00:23:07: Und auch schon mal leidenschaftlich diskutieren usw.
00:23:11: Wenn das jetzt in dem Team stattfindet... Also wenn ich nicht eins zu eins bin sondern eins zu enden also da sitzt mir dann weiß ich nicht sieben acht neun zehn Leute gegenüber Da können ja diverse Kreuzverbindungen passieren zwischen.. Also es gibt ganz viele Eins-zu-Eins Beziehung in diesem Team.
00:23:33: Welche Methoden gibt es aus der psychologischen Sicherheit, um in so einem multidimensionalen Kontext psychologische Sicherheit zu fördern?
00:23:48: Ja, spannende Freude.
00:23:49: Ich glaube, wenn man da sehr genau hingucken würde wird das natürlich alles sehr komplex, wie du schon aufgezeigt hast mit den vielen Eins zu eins Beziehung, die in so einem Team von nur sieben Leuten vielleicht drinstecken würde.
00:24:04: Insgesamt geht es uns immer um Teams denn psychologische Sicherheit ist sozusagen ein Teamphänomen also das Minett und ich jetzt ein Team von zwei sind das eigentlich eher der Sonderfall oder die Randbedingungen sozusagen.
00:24:19: Sonst würde man von Vertrauen sprechen, wenn es nur immer zwischen zwei Menschen ist.
00:24:24: Aber psychologische Sicherheit, das steckt schon quasi in der Definition drin.
00:24:29: Das geht immer um Teams und ich glaube dass im Grunde darüber wir eben gesprochen haben, dass das auch genauso übertragbar ist für ein Team von mehr als zwei Leuten.
00:24:42: also was Susu und ich da gerade diskutiert haben mit auseinanderziehen, von Beziehungsebene verstehen heißt nicht zustimmen.
00:24:53: Dass man das sauber trennt, das geht genauso auf Team-Ebene wo man natürlich trotzdem so sein kann dass der eine den anderen Mit dem Meer anfangen kann und mit der weniger, dass man sich mehr mag oder mehr weniger.
00:25:13: Aber das Grundklima im Team ist etwas wo die Beziehungsebene sauber nicht mitschwingt wenn man sich über sachliche Dinge auseinandersetzt.
00:25:25: Und der Grundtenor ist wir im Team mögen uns alle oder das steht auf einem völlig anderen Blatt und darum geht es hier gar nicht.
00:25:33: Um mögen, oder nicht mögen so wie du eben gerade gesagt hast wenn die psychologische Sicherheit hoch ist dann kann ich auch mit jemandem zusammenarbeiten gut den dich gar nicht mag sozusagen und ich kann vielleicht sogar auch offen sagen weil darum das ist gar nicht das Thema.
00:25:48: also Timmy wird eher sagen dass auch wenn es komplex scheint Also würde es auf dieselbe Art und Weise funktionieren.
00:26:00: Und dieses Auseinanderziehen von Beziehung, Verstehen, Zustimmen funktioniert genauso.
00:26:08: Welche Rolle spielen denn Werte dabei?
00:26:12: Jeder Mensch bringt ja so ein anderes Wertegerüst mit unserem Team.
00:26:17: Da können vielleicht auch einzelne Werte konträr laufen.
00:26:21: Ja, total.
00:26:22: Total und ich glaube in psychologisch sicheren Teams ist es so dass man sich darüber auch verständigen kann und das darüber Klarheit herrschen kann und dass darüber dann auch bestimmte Konflikte vielleicht ihre Schärfe verlieren.
00:26:39: also ich denke an so ein Beispiel wo Es in einem Team zwei gab die immer im Konflikt miteinander waren.
00:26:49: Und das war eigentlich gar nicht so klar, worum es geht.
00:26:52: und dann haben sie mal tiefer geguckt und das stellte sich raus Es sind unterschiedliche Werte mit betroffen.
00:26:59: Die eine hatte den Wert von Bescheidenheit und der andere hatte ich weiß jetzt gar nicht mehr ganz genau was das für ein Wert war aber wurde von der die den Wert bescheiden hat hatte immer als unbescheiden wahrgenommen klar gehabt haben, wir haben eigentlich verschiedene Werte und die sind irgendwie beeinflussen wie wir einander wahrnehmen.
00:27:25: Da war in gewisser Weise der Konflikt schon entschärft weil irgendwie klar war woran es eigentlich im Grunde liegt.
00:27:34: Sie sind nicht auf einen Nenner gekommen wertemäßig, darum geht sie auch gar nicht.
00:27:39: Jeder bringt ja seine Werte mit aber wenn wir die Sicherheit haben dass wir uns überhaupt mal auf der Werte eben auch miteinander unterhalten können dann können wir vielleicht auch die Vielfalt und die Unterschiedlichkeit viel mehr wertschätzen und damit konstruktiver und offener umgehen.
00:27:57: Und die Gleichwürdigkeit glaube ich also die werde elementar wenn beide Werte gleich würdig sind und nebeneinander sein dürfen.
00:28:08: Genau!
00:28:09: Und nicht der eine den anderen davon überzeugt, dass es falsch oder richtig sein könnte?
00:28:14: Ja, oder das der eine Wert mehr wert ist als der andere Wert.
00:28:18: Sondern was für den einen das nicht die Core-Values sind... Das sind für den Anderen ganz andere Core Values.
00:28:27: Es geht um ein klares Verständnis und auch um einen Respekt und Wertschätzen der Unterschiedlichkeit.
00:28:35: Und das ist ja etwas worum es Minette und mir in unseren Büchern immer auch geht, Teams leben gerade von der Vielfalt und dass wir unterschiedlich sind.
00:28:44: Wir sind gerade deshalb schlagkräftig als Team weil wir nicht alle gleich sind kennen und wertschätzen.
00:28:54: Und als gleichwürdig behandelt der unterschiedlichen Wert, das ist ein ganz wichtiger Aspekt.
00:29:02: Das finde ich einen total faszinierenden Spannungsfeld dieses kontraere Werte gleichzeitig psychologische Sicherheit im Team herstellen so dass wir über die Werte sprechen können und dann auch noch die Wärte des anderen zu akzeptieren und gleich würde ich daneben stehen zu lassen sodass obwohl sie konträr laufen die Werte beide sein dürfen.
00:29:25: Also es ist ja per Definition schon Reibung vorprogrammiert in diesem Team.
00:29:32: Und Tim, ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen.
00:29:35: das geht nicht nur darum sozusagen so wie Zähne knirschen wird das anderen zu akzeptieren sondern wirklich die Vielfalt wertzuschätzen.
00:29:44: und das sehe ich auch bei team sich zum Thema Begleiter dass eine Stimmung her herrscht, wenn die wirklich psychologische Sicherheit über längere Zeitraum pflegen und daran arbeiten sozusagen.
00:29:58: Und über unsere Playbooks auch Ideen bekommen wie man das machen kann dass eine echte Wertschätzung für die Vielfalt entsteht.
00:30:06: Das heißt ich akktiere nicht nur deinen Wertbescheidenheit zum Beispiel sondern Ich nehme das als echtes Plus in unserem Team war, dass da jemand ist der so ganz anders tickt und ganz andere Werte hat.
00:30:20: Und ganz andere Perspektive hat und andere Aspekte einbringt weil eben dann das Ganze wirklich mehr wird als die Summe ihrer Teilen.
00:30:32: Ja gemäß es eigentlich ist eine Versicherung ob man an alles gedacht hat wenn man ja immer fragen kann habe ich was übersehen?
00:30:48: Und so sind diese Frage, habe ich was übersehen.
00:30:52: Also ein Spielzug aus dem ersten Buch.
00:30:56: das ist eine kleine Intervention eigentlich aber so unglaublich kraftvoll.
00:31:03: Das habe ich jetzt über die Zeit seit dem ersten buch auf gelernt wie unglaublich viel diese frage auslösen kann.
00:31:10: und wenn jemand fragt Psychologische Sicherheit klingt so groß, habe keine Zeit und so weiter.
00:31:17: Womit kann ich denn starten?
00:31:18: Also mit dieser Frage kann man wahnsinnig gut starten.
00:31:21: Starte mit der stelle das im Team-Meeting wenn du selber irgendwie ein Projektvorschlag hast oder eine Idee von der du total überzeugt bist.
00:31:32: Das ist eine so großartige Einladung an andere ihre Perspektive zu teilen auf.
00:31:42: Das transportiert ja schon die Wertschätzung eines anderen Standpunkts.
00:31:47: Und das transportierte Bescheidenheit, ich weiß... Ich sehe nicht alles!
00:31:52: Ich habe auch blinde Flecken und ich bin darauf angewiesen, dass ihr anderen im Team mir helft meine blinden Flecken irgendwie aufzulösen.
00:32:02: Alle zusammen sehen wir mehr als jeder Einzelne von uns.
00:32:11: Die Fragestellung, wie schaffen wir es das vielleicht sogar eventuell aus dem Team heraus in die Organisation noch strahlt?
00:32:19: Also was ich im Team selbstständig mit meinem Verhalten an psychologischer Sicherheit aufbauen kann.
00:32:28: Wie schaffe ich dass sich das vielleicht auch andere Teams überträgt?
00:32:35: Ja und da bin ich total überzeugt davon und sehe das auch bei Teams, die ich begleite Wenn die wirklich damit ernst machen und sich auf den Weg machen und psychologische Sicherheit etablieren als Kultur in ihrem Team, dass das wirklich eine Strahlkraft entfalten kann.
00:32:56: Weil dann die Teams werden wo die Leute nicht nur engagierter sind und zufriedener mit ihrer Arbeit sondern wo auch bessere Arbeit möglich ist ist und unter Stich sozusagen mehr rauskommt.
00:33:10: Und da kann es dazu führen, dass das wirklich so was wie Strahlkraft hat oder Rippeleffekte oder wie auch immer, dass es über das Team rausgeht.
00:33:19: Dass die Piers aufmerksam werden werden.
00:33:21: Oh!
00:33:22: Was ist denn in dem Team los?
00:33:24: Da stimmen die Zahlen und die Leute wollen da gerne hin und gerne in dem team mitarbeiten.
00:33:31: Da lohnt es sich mal hin zu gucken, was denn da eigentlich so richtig läuft und kann ich mir was von abgucken.
00:33:38: Und auf dieser Weise bin ich total überzeugt, dass es sozusagen wie ein Tropfen im Wasser auch Wellenschlag gibt und Ripple-Effekte geben kann.
00:33:49: Ich glaube, dass wir manchmal echt unterschätzen, was wir bewirken können.
00:33:56: Das finde ich traurig wenn man sagt was das sich, unser CEO ist nicht on-board oder die Kultur in unserem Unternehmen ist einfach nicht so und läuft dann eine andere Richtung.
00:34:14: Ich glaube, was da leicht passieren könnte, dass wir unterschätzen, was für ein Einflussbereich wir haben.
00:34:20: Und wenn wir sozusagen unseren Zwerg auf Influenz maximal ausnutzen, gibt es oder dann erhöhen wir einfach die Möglichkeit, dass Rippeleffekte und Strahlkraft entstehen, die wir vielleicht vorher gar nicht uns vorstellen können.
00:34:39: Also du meinst jetzt wenn ich quasi mich als Vorbild anbiete?
00:34:44: Dass quasi diese die Vorbildfunktion eine größere Strahl Kraft hat, als wir jetzt ahnen könnten, oder?
00:34:53: Ja genau also das... Wir hatten ja vorhin gesagt, psychologische Sicherheit ist immer ein Teamphänomen.
00:34:59: Und wenn man auf so eine gesamte Organisation ne großes Unternehmen guckt und Konzern dann bestätigt, denn ist psychologischer Sicherheit nicht homogen?
00:35:09: Du kannst nicht sagen hier der Konzert XY hat ein bestimmtes Level an psychologischen Sicherheit sondern tatsächlich ist es wie so'n Flickenteppich lauter.
00:35:18: verschiedene Teams oder auch verschiedene Konstellationen von Teams sind sozusagen Pockets von psychologischer Sicherheit, die unterschiedlicher ausgeprägt werden können und sein können.
00:35:29: Und wenn ich sozusagen in meinem Einflussbereich dafür sorge dass eine bestimmte Teamkultur herrscht dann kann ich die Pockats über neben mir usw.
00:35:39: In diesen Konzernen auch positiv beeinflussen.
00:35:44: oder Leute gucken sich was ab?
00:35:46: Ja genau!
00:35:49: Beispielsweise wie mein Sohn ... der sich abgeguckt hat zu sagen.
00:35:55: Ich verstehe dich!
00:35:56: Ja, zum Beispiel oder ich habe ganz viele Leute im Job-Visit dann in meinem Team... ... weil das spricht sich rum und ich glaube wir... als ich sehe bei meinen Klienten ganz viel das Thema Wertschätzung und mangelnde Wertschätzungen.
00:36:13: Ich werde nicht gesehen und meine Leistung wird nicht gesehen & gewürdigt.
00:36:17: Und ich glaube da macht das total viel aus, wie sich Leute bei der Arbeit fühlen.
00:36:25: Und wenn ich in einem Team bin, wo die Kultur so ist, dass Vierfalt gewertschätzt wird, dass wir offen über Fehler reden und so weiter, dass wenn Lernkultur haben dann fühlt sich das total anders an und hat ganz viel Einfluss auf.
00:36:39: Fühl ich mich gesehen und gewerkschätzt?
00:36:41: Und dann sind Leute viel motiviert, um morgens zur Arbeit zu kommen.
00:36:45: Das macht total viel.
00:36:48: Also das merkt man, ob so eine Pocket so funktioniert dass die Leute da Burnout kriegen und nicht sein wollen usw.
00:36:55: Oder ist es eine Pocket der irgendwie ein eher Anziehungskraft hat?
00:37:00: Ich frage mich gerade noch so ein Stück weit wie komme ich von einer einen Pocket in die andere Pocket?
00:37:05: aber ich glaube dann kommen wir wieder zurück zur Buch eins mit den verschiedenen Plays die ich persönlich vorleben kann und die quasi dann ausstrahlen ins Team.
00:37:18: Ich hätte jetzt die Frage, wenn ich jetzt an die Pockets denke und an deine Frage timm.
00:37:23: Wenn jetzt quasi die Psychologische Sicherheit so richtig gegen die Wand gefahren wurde Wie schaffe ich es denn wieder?
00:37:32: Quasi da die Wiederaufzubauen?
00:37:35: Ich weiß nicht, wie es ist.
00:37:37: Wenn's so richtig dramatisch ist und die Gegend gegen die Wand gefahren, dann kann ich mir vorstellen wirds ziemlich schwer.
00:37:43: aber das muss ja nicht gleich so dramatisch sein und ich glaube wir alle sind ja nicht perfekt und wir handeln dann doch automatisch und sind getriggert und hören nicht zu beantworten irgendwas eher als ein Schlag oder handeln etwas als einen Schlag abtauschen von Argumenten uns immer gelingt, durchzuatmen und eine neugierige Nachfrage zu stellen.
00:38:09: Das sind vielleicht so kleine Momente wo psychologische Sicherheit eher zerstört wird aber erodiert oder kaputt geht.
00:38:20: und da würde ich sagen... Das können wir reparieren in den Anführungszeichen.
00:38:25: Das klingt so mechanisch, aber da können wir dafür sorgen dass psychologische Sicherheit wieder wächst.
00:38:31: und wenn ich zum Beispiel irgendwie automatisch reagiert habe und irgendwas gemacht hab Susie was dann jetzt unsere psychologischen Sicherheit im Team irgendwie negativ drauf wirkt oder wirklich zerstört hat Dann Was braucht es?
00:38:48: als erstes?
00:38:49: natürlich erstmal ne Echte, ernst gemeinte authentische Entschuldigung dafür.
00:38:54: Dass man das benennt und dass man das auch Ownership dafür übernimmt und nicht irgendwie mit Entschuligungen also die Erklärung warum ich mich jetzt so verhalten kann womöglich noch irgendwelchen Rechtfertigungen sondern wirklich sieht, was es bewirkt hat.
00:39:14: Also gar nicht so sehr von der eigenen Intention ausgehend.
00:39:17: vielleicht habe ich das alles gut gemeint oder will da irgendwie rechtfertigen?
00:39:21: Aber was war die Wirkung auf dich so?
00:39:24: und das anzuerkennen dass das irgendwie ein schädigendes Verhalten war sozusagen?
00:39:30: aber das ist erst der Anfang weil ich glaube Worte Mach nur so und so viel aus.
00:39:36: Also das, worum es wirklich geht ist konsistentes dranbleiben und konsistente Handlungen.
00:39:42: Und damit du dich und alle wieder im Team sich sicher fühlen können braucht es eben dass ich wirklich zeige dass ich es ernst mein und anders handle, und das sich nicht mehr mich so triggern lasst in diesem Automatismus bin.
00:39:56: Sondern dass ich mich bessere!
00:39:58: Und dass ich das auch wirklich zeige und über Zeit zeige.
00:40:02: Also ich glaube psychologische Sicherheit ist eben tricky daran.
00:40:05: Das ist ein bisschen wie keine Ahnung.
00:40:07: eine Blume im Garten Die braucht ganz lange damit sie wächst und blüht und gedeiht Ganz viel.
00:40:13: der Boden muss stimmen und die Sonne muss stimme und die Musse gießen usw.
00:40:18: Ein Moment und ich trampel irgendwie über die Blume, und sie ist kaputt.
00:40:22: Aber ich kann ja dafür sorgen dass da wieder eine Blume kommt.
00:40:27: Das kostet aber Zeit, Energie dranbleiben
00:40:31: usw.,
00:40:32: aber es ist möglich!
00:40:34: Deswegen glaube ich ist so entscheidend das uns diese Trampelmomente nicht so unterlaufen weil es eben ziemlich aufwendig ist den Garten wieder zum Blühen zu bringen.
00:40:45: Und du hättest jetzt, wenn ich das richtig verstehe gesagt... Also eine Entschuldigung ist schon mal ein erster Schritt wo ich jetzt also eine Ernstgemeinte oder eine authentisch gefühlte.
00:40:57: Ich sag mal ne gefühlte Entschuligung die auch so fühle.
00:41:00: Es gibt ja manchmal so Entschultigungen wo man sagt sorry da ist das Sorry.
00:41:06: eigentlich keine EntschULdigung sondern du meinst glaube ich wenn ich es richtig verstanden habe eine wahre und authentische EntschUldigung um Entschuldigung bitten.
00:41:18: Gibt es noch weitere Dinge, die dann helfen könnten eine psychologische Sicherheit wieder so aufkeimen zu lassen und zu zu kultivieren?
00:41:29: Genau also das mit der Entschulung das ist total wichtig aber eben nur der erste Schritt.
00:41:34: und das entscheidende glaube ich ist da dass sich anerkenne nur dass ich dies ohne Chip habe das hab Nicht, dass ich so wegschiebe.
00:41:44: So nach dem Motto Ja!
00:41:44: Ich war ja auch gestresst und die Ampel war ja rot und keine Ahnung irgendwelche Sachen sondern das ich auch anerkenne was es für einen Effekt auf dich hatte Auch wenn ich vielleicht denke naja komm also so schlimm wars doch jetzt nicht.
00:41:59: Darum geht es nicht Sondern dass sich sehe wie schlimm war's für Dich.
00:42:04: Das ist der Anfang.
00:42:06: und dann braucht es ganz viel konsequentes Handel sozusagen, dass mir das nicht wieder unterläuft.
00:42:11: Also da braucht es dann auch jeweils spezifisch was eben passiert.
00:42:18: und vorgefallen ist, dass ich diese Dinge nicht weiter mal so mache sondern im Gegenteil... Spiele relevant, dass sich eben mich darum kümmere psychologische Sicherheit weiter wie in so einem Garten zu kultivieren.
00:42:36: Sei es indem ich ihm frage was übersehe ich, indem ich besser zuhöre, indem nicht mehr unterbreche, indem irgendwie anders mit Fehlern umgehe oder anders reagiere wenn irgendwas schiefläuft und so... Es sind all diese kleinen Ministeps die wir hier vorschlagen und die wirklich konsistent täglich als Praxis sozusagen zu kutivieren?
00:43:04: Ich überliege gerade an, dass das Argument der Skeptiker was wir ganz am Anfang hatten.
00:43:09: Das Thema Zeit.
00:43:12: Wir haben eigentlich keine Zeit dafür und jetzt gerade haben wie gesagt wenn die Blume einmal zertrampelt ist braucht es eine ganze Menge Zeit in den Garten wieder ans Blühen zu bekommen.
00:43:25: Ist das die Zeit, die die Skeptiker als die fehlende Zeit interpretieren?
00:43:32: Das würde ich nicht so sehen wahrscheinlich.
00:43:35: Also wenn ich sage es braucht dann Zeit bis die Blume wieder blüht, dass meine ich einfach Zeit die ins Land schreitet, nicht Zeit die ich jetzt extra habe und die ich womöglich gar nicht in meinem Kalender zur Verfügung habe sozusagen.
00:43:50: Ich meine einfach von diesem Ereignis... Die Blume ist geknickt und zertrampelt, bis so die Blume blüht wieder.
00:43:57: Aber das ist natürlich Zeit in der wir normale Teamarbeit machen und unsere Aufgaben erledigen
00:44:02: usw.,
00:44:03: keine Zeit, die unverkommt.
00:44:06: Keine Kapazität?
00:44:07: Ja genau!
00:44:10: Sondern einfach ein Zeitverlauf ja.
00:44:14: Und ich bin... Also was ich total spannend finde ist, dass Psychologische Sicherheit für mich auch wirklich dieses Potenzial hat.
00:44:23: So unheimlich die Effektivität und die Effizienz in die Höhe zu treiben.
00:44:30: Und ich finde auf der anderen Seite sehr spannend, dass dieses Thema ja recht neu ist.
00:44:38: Wenn du eben auch gesagt hast wie viel Potenzial da wahrscheinlich drin steckt, hast du eine Idee, wie man das messen könnte?
00:44:46: Im Sinne von was für Potenzahl wird eigentlich frei wenn nicht mehr psychologische Sicherheit habe?
00:44:53: Es ist natürlich gar nicht so einfach zu messen, aber ich glaube das könnten wir alle für uns innerlich abgleichen.
00:45:02: Wir alle kennen ja auch wie es sich anfühlt wenn ich in der Gruppe, in einem Team arbeite wo ich mich nicht sicher fühle was ich alles nicht sage Ideen fragen...was auch immer Wie es mir hinterhergeht, also wie ich mich beschäftigt nach Feierabend überlege.
00:45:22: Aber wer hat das gemeint und diesen Ausdruck im Gesicht?
00:45:28: Das bindet ja alles total Energie und Kapazität die für was anderes fehlt.
00:45:36: Was doch immer das ist.
00:45:38: Und da können wir glaube Diese Kalkulation, wie groß könnte dieses Potenzial sein für uns machen?
00:45:44: Wenn wir das zum Kontrastieren.
00:45:47: Wie sind wir in einem Team wo wir uns wirklich sicher fühlen?
00:45:52: was können wir da also Welche tollen Ideen kommen uns da?
00:45:57: Wie können wir mit welcher Energie unterwegs sein und so weiter.
00:46:01: Da sind wir viel kreativer, da können wir sozusagen unser best self sein eigentlich.
00:46:07: Und wenn wir diesen Abgleich machen einfach nur für uns das Delta an Potenzial.
00:46:13: wie fühlt es sich an?
00:46:14: also was kommt nicht auf die Straße in dem Team wo ich mich unsicher fühle?
00:46:19: und was kann ich alles einbringen in einem team wo ich Und das hochgerechnet quasi auf die ganze Belegschaft, keine Ahnung von einem Konzern oder meinetwegen auch nur für einen Bereich.
00:46:30: Oder so?
00:46:30: dann kriegen wir glaube ich eine Vorstellung von dem Potential über dass wir hier reden.
00:46:37: Also ein schöner Outcome da?
00:46:41: Ja und all diese Dinge die müssen ja gar nicht...und das finde ich interessant und macht das Ganze irgendwie rechniosiert.
00:46:51: Das muss ja alles gar nicht so dramatisch sein.
00:46:54: also muss ja auch gar nicht etwas sein, wo schlimme Dinge in dem Team passieren.
00:47:00: Einfach nur subtile Signale so das bestimmt dass sich irgendwie achtsam sein muss und filtern muss und mich vielleicht selber ein bisschen editieren muss.
00:47:09: was darf ich sagen?
00:47:10: Was darf ich nicht sagen?
00:47:11: kann ich hier laut denken wie wird damit umgegangen?
00:47:14: wenn ich vielleicht auch so unausgehorene Ideen irgendwie anbringe wird er eher darauf eingegangen im Sinne von, ah das ist ja vielleicht ein interessanter Aspekt.
00:47:23: Das könnte man noch weiter denken in diese und jene Richtung.
00:47:26: oder eine neugierige Nachfrage wie meinst du das?
00:47:29: Und das klingt ja interessant.
00:47:31: und sag mal mehr!
00:47:32: Oder wird gleich draufgehauen nach dem Motto klingt irgendwie abgelegen abgefahren macht irgendwie gar keinen Sinn oder wird einfach drüber weggegangen usw.
00:47:44: Also es sind.
00:47:46: Der Unterschied zwischen sicherem Team und unsicherem Team muss gar nicht so dramatisch sein.
00:47:52: Das kann auch so subtile Signale sein, die uns entweder ermuntern, ein bisschen offener zu sein und uns voll einzubringen oder uns davon Abstand nehmen lassen.
00:48:08: Und ich glaube wir sind als Menschen total sensibel zu merken was sind so die ungeschriebenen Gesetze?
00:48:16: Und wir sind total, weil wir ja so soziale Wesen sind.
00:48:20: Wir sind darauf angewiesen für unser Überleben und dass wir in der Gruppe bleiben und nicht ausgestoßen werden.
00:48:26: also das ist ein sozial.
00:48:30: soziale Strafen sind im Gehirn bilden sich ab genauso wie körperliche Schmerzen.
00:48:36: Also wenn ich mich ausgestoßen fühle oder nicht zugehörig, dann werden genau dieselben Zentren im Gehirn aktiv als wenn irgendwie mir ein Fingerklemme oder mir einen Arm abgeschnitten wird.
00:48:49: Das zeigt einfach nur wie unfassbar wichtig dieser Aspekt der Zugehörigkeit für uns als soziale Wesen war schon evolutionär und deswegen sind wir so wahnsinnig sensibel dafür, solche Zeichen im Raum zu lesen.
00:49:08: Und ich glaube es braucht gar nicht viel in Sinne von Fehler werden bestraft und dann ist es unsicher.
00:49:14: Nee!
00:49:14: Ist einfach wenn man sozusagen gar nicht diese ganzen positiven Signale im Sinne von.
00:49:20: dieser ist eine sichere Umgebung um zu experimentieren und gemeinsam zu lernen Wenn diese positiven signale fehlen.
00:49:27: das führt auch schon dazu dass sie mich nicht sicher fühlen Und vorsichtiger bin mit dem, wie ich mich einbringe und was sich offen lege.
00:49:42: Wenn jetzt unsere Hörerinnen, die jetzt gerade zuhören wenn sie in den nächsten Tagen so konkrete Schritte in ihrem Arbeitsumfeld machen wollen um mehr psychologische Sicherheit in ihr Arbeitsumfel zu bringen und vielleicht auch den einen oder die andere Skeptikerin mitzunehmen auf dem Weg.
00:50:02: drei bis fünf konkrete Dinge, die sie vorleben könnten?
00:50:10: Über diese eine Frage hatten wir ja schon kurz gesprochen.
00:50:13: Ich finde wirklich ein Zaubermittel.
00:50:14: was übersehe ich?
00:50:16: oder als Team was übersehen wir.
00:50:20: Ein Move der klingt vielleicht irgendwie klein und unscheinbar aber das macht total viel aus wie alle könnten die Qualität unseres Zuhörens verbessern.
00:50:35: Und das heißt nicht nur, nicht unterbrechen dass wir vielleicht das Offensichtliche sondern einfach wirklich mit dieser Haltung der Neugier und Offenheit ja ich möchte wirklich verstehen wie die Welt aus deiner Perspektive aussieht.
00:50:49: also da ein Schiff hin zu.
00:50:51: mehr zuhören und ja Unterbrechungen sein zu lassen ist auch etwas.
00:50:56: und wenn man dann noch einen Schritt weiter gehen will vielleicht auch spielerisch von Jahraber zu Jaund.
00:51:04: Und ab und zu, wenn uns ein Jahraber auf der Zunge liegt, haben wir aber schon mal probiert oder geht doch nicht?
00:51:10: usw.,
00:51:11: ganz bewusst zu sagen was sind denn die zehn Prozent, die vielleicht brauchbar sind an deinem verrückten Vorschlag und darauf aufzubauen?
00:51:19: Was mir an deiner Idee gefällt Und wir könnten DXYZ.
00:51:24: Kommt aus dem Improteater haben wir uns nicht ausgedacht, aber das macht total viel aus und verändert die Energie im Team.
00:51:38: Ich finde es ein schöner Abschluss eine gute Möglichkeit um wirklich einen Unterschied machen zu können für alle, die uns gerade zuhören.
00:51:48: Und dann eine Frage wäre ja auch noch, wie kann ich vielleicht Skeptiker mitnehmen.
00:51:53: Ich glaube auch da könnten wir selber uns überlegen nochmal, mit welcher Haltung begegne ich dem der anderen Person die vielleicht eine ganz andere Sichtweise hat und ich bin überzeugt von psychologischer Sicherheit und die andere Person ist nicht davon überzeugt und da ein bisschen von diesem Recht haben wollen, was uns allen ja menschlich mitgegeben ist ein bisschen Abstand zu nehmen und das ein bisschen loszulassen.
00:52:25: Und auch dem Skeptiker mit Offenheit und Neugier zu begegnen.
00:52:29: Warum denkst du denn so wie du denkst oder erklär mir mehr?
00:52:33: Also ich glaube dass kann auch sehr viel ausmachen wenn wir ein kleines bisschen weniger in diesem rechthaberischen Schlag auftauscht Einmünden, sondern uns gegenseitig mit mehr Neugier und Offenheit begegnen.
00:52:50: Susa magst du noch zum Abschluss deine Lieblingsfrage stellen?
00:52:54: Auf jeden Fall!
00:52:55: Kaolin, wofür bist du heute dankbar?
00:53:01: Wofür bin ich heute dankba... Kannst mir gerade mal einen Moment zum Nachdenken geben?
00:53:19: Heute bin ich dankbar dafür, dass sich so eine kreative Assistentin habe und ich war ein bisschen unter Zeitdruck.
00:53:26: Und konnte mich nicht selbst darum kümmern und hab ihr einfach was zugeworfen eine Collage zu machen und die ist hundertausmal besser geworden als ich sie hätte machen können.
00:53:36: also Ich bin dankbar für Kreativität von anderen bzw auch das wenn man selber etwas nicht schaffen kann.
00:53:48: Jetzt hat man ein Problem, das ist dann aber auch eine Möglichkeit für andere diese Lücke zu füllen.
00:53:54: Und manchmal wird man da total positiv überrascht.
00:53:58: also wenn ich nicht in sozusagen durch Termin Druck gar nicht dazu gekommen wäre hätte ich ihr auch sozusagen gar nicht die hätte sie gar nicht Die Chance gehabt zu zeigen wie kreativ Sie eigentlich sein kann.
00:54:13: Also Ich bin dankbar für die tolle Collage die heute meine Assistenten gemacht haben.
00:54:20: Tim, wofür bist du heute dankbar?
00:54:24: Ja ich bin heute dankba für die... Ich weiß gar nicht was das richtige Wort dafür ist.
00:54:31: Die Bestätigung oder vielleicht sogar Erlaubnis, die ich nochmal rausgehört habe von dir, Caroline, Skeptikern anders zu begegnen also mit einer Haltung von Neugier und wirklich verstehen wollen was der die andere, die mir gerade gegenüber ist wirklich gerade braucht.
00:54:55: Was immer wieder in Konfliktsituation mein Bewusstsein, also mein rationaler Teil vom Hirn weiß das es gibt und mein emotionaler Teil von dem Gehirn geht dann aber doch manchmal noch anderer Wege.
00:55:13: Und dieses... Also dieses immer wieder üben im Konfliktsituationen, die Perspektive des Gegenübers einzunehmen.
00:55:19: Dafür bin ich sehr dankbar, dass ich das heute noch mal von dir gehört habe.
00:55:23: Weil mir das nochmal Bestärkungen gibt.
00:55:25: und ja vielleicht ist bestärkung das richtige Wort.
00:55:29: Bestärkung, dass sich das noch besser leben darf als ich vielleicht jetzt schon tu an der ein oder anderen Stelle.
00:55:37: dafür nicht sehr dankba.
00:55:41: Suze, wofür bist du heute dankbar?
00:55:45: Ich bin sehr dankbare, Kauleen, dass Du zu uns gekommen bist und dass wir wieder mit Dir sprechen durften und können.
00:55:52: Und gleichzeitig bin ich sehr dankbar dafür, den Moment geschenkt bekommen zu haben.
00:56:00: Selber reflektieren zu können wie gut ich schon mal die psychologische Sicherheit beherrscht habe oder
00:56:08: bzw.,
00:56:10: wie gut Ich quasi darin war damit zu arbeiten und dass ich jetzt wieder erinnert bin das in Zukunft noch besser zu tun und noch mehr Ideen zu haben, wie ich das machen kann.
00:56:25: Und gleichzeitig habe ich auch eine Lösung für ein Thema gefunden, wo ich heute Morgen wirklich sehr hilflos gegenüber war und wo man sicherlich in einen Konflikt kommen könnte – in einen harten Konflik.
00:56:40: Ich werde es anders machen!
00:56:41: Ich werde ganz bewusst, werde dich fragen... Wie konkret ist deine Sicht der Dinge?
00:56:52: wenn ich erlebe, dass deine Ideen meinen Handlungsfeld einschränken und ich bin sehr gespannt darauf das zu hören.
00:56:59: Und ich würde mir dann aber auch die Freiheit nehmen zu sagen Ich verstehe dich oder aus der Perspektive verstehe ich dich und gleichzeitig werde ich mich daran nicht
00:57:10: halten.".
00:57:12: Beim nächsten Mal haben wir Katrin Kelz bei uns zu Gast.
00:57:15: Katrin arbeitet im Bereich Resilience Coaching.
00:57:18: Ich freue mich schon sehr auf das Gespräch mit ihr und bin gespannt was sich noch alles von ihr lernen kann.
00:57:23: Wir freuen uns wenn du wieder mit dabei bist.
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