Wie gestalte ich Veränderung nachhaltig? - Teil 1 mit Katrin Kelz (Folge 91)
Shownotes
In deinem Kopf ist der Plan schon ziemlich klar, aber sobald es in die Umsetzung gehen soll, hält dich irgendetwas von der Veränderung ab. Woran liegt das?
Katrin Kelz arbeitet ganzheitlich im Bereich Resilienz- und Achtsamkeitscoaching und spricht mit Suse und Tim über Möglichkeiten Veränderung nachhaltig zu gestalten.
Manchmal hält uns von der Veränderung das Gefühl, nicht gut genug zu sein, ab. Kennst du dieses Gefühl? Und hast du schonmal etwas nicht getan, weil du dachtest du wärest nicht gut genug? Was hast du in dieser Situation körperlich gefühlt?
Wir sprechen darüber, wie wir in Stress kommen und über Muster, die uns immer wieder in diese Situationen bringen. Was erzähle ich mir selbst? Was passiert in meinem Körper? Wie komme ich auf die Metaebene, um zu verstehen, was mich wirklich abhält?
Wenn dich diese Fragen interessieren und du wissen möchtest welche Rolle das Nervensystem, der Atem und Glaubenssätze dabei spielen, dann höre am besten gleich mal rein!
Transkript anzeigen
00:00:00: All das, was ihnen hilft, das Nervensystem zu regulieren und wieder zurück in den Körper zu kommen.
00:00:04: Das ist die absolute Basis.
00:00:05: Ohne das komme ich nie auf die Meta-Ebene.
00:00:08: Und ich werde nie auch meine Gedanken beobachten können oder Gefühle wirklich wahrnehmen können.
00:00:15: Schon wieder nicht gut genug gemacht?
00:00:17: Oder es wird sicherlich nicht reichen... Das sind immer die gleichen Sätze!
00:00:21: Es ist immer die gleichen Gefühlle, die dazugehören.
00:00:26: Herzlich willkommen bei Adol Soul Deinem Podcast, der Agilität für dich erlebbar macht.
00:00:31: Mit Impulsen fürs Grammaster von und mit Susanne Jung und Temmela!
00:00:35: Herzlich willkommen bei unserem Podcast, Kathrin.
00:00:39: Schön, dass du die Zeit nimmst heute bei uns zu sein.
00:00:43: Ich bin schon total gespannt auf dein Thema heute was du mitgebracht hast.
00:00:46: Vielleicht magst du das mal einmal so für unsere Hörer in zwei drei Sätzen einen kleinen Rahmen geben über was wir uns heute unterhalten
00:00:55: wollen?
00:00:56: Erst mal herzlichen Dank für die Einladung.
00:00:58: Ich bin ja ganz gespannt, wie sich unser Gespräch heute entwickelt und euch auch ein bisschen noch näher kennen zu lernen.
00:01:05: Also das Kernthema, wofür ich stehe oder auch woför ich brenne ist das Thema Veränderungen und zwar auf menschlicher Ebene.
00:01:13: Wie gelingt es Menschen, sich tatsächlich nachhaltig zu verändern?
00:01:17: Man hat auf den Wunsch neue Wege zu gehen und erkennt dann aber dass es so diese unsichtbaren Hürden- und Hindernisse in einem gibt die einen davon abhalten.
00:01:28: Und ich habe mich auf dem Weg gemacht herauszufinden was das ist und wie ich auf unterschiedlichen Ebenen einsteigen kann um diese Veränderung tatsächlich nachheitlich zu gehen.
00:01:42: Das kann ich total nachvollziehen oder beziehungsweise springt mich total an.
00:01:47: Es ist so dieses typische, Ich möchte gerne mehr Sport machen.
00:01:52: Mein Intellekt sagt mir ja das solltest du tun?
00:01:55: Das ist gesund!
00:01:56: Das kannst du auch tun nämlich irgendwie Montag Mittwoch und Freitag.
00:02:01: dann mache ich das eine Woche und am nächsten Montag überlege ich dann ob es mir nicht zu viel regnet.
00:02:06: Genau
00:02:08: Und das hört sich für mich jetzt ganz, ganz spannend an.
00:02:11: Dass du quasi eine Art und Weise gefunden hast wie du das ganze nachhaltig gestaltet, so dass ich das dann wirklich regelmäßig machen würde oder dass ich eben eine Veränderung die ich gerne bei mir selber hätte, dass ich die nachhaltige verändere und nicht quasi viele am ersten Ersten sehe was vornehmen und am zwölften Ersten den Pfad verlassen.
00:02:36: Stimmt das?
00:02:37: Ja, da stimmt.
00:02:39: Und zwar habe ich mich auf den Weg gemacht und hab so ein ganzes Konstrukt... Also ich sag mal so einen Muster in dem sich ein Mensch befindet.
00:02:47: Das versucht man auseinanderzunehmen und zu schauen dieser Wunsch nach Veränderung.
00:02:54: auf welcher Ebene passiert da was und auf welchen Ebenen komme ich mir selbst in die Quere.
00:03:02: Also man könnte mal tatsächlich das Beispiel nehmen, jemand hat den Wunsch mehr Sport zu treiben sich gesund zu ernähren.
00:03:09: Genau der Kopf findet ganz viele positive Punkte dafür.
00:03:13: Und jetzt auf einmal findet man sich dann doch wieder auf dem Sofa wieder und es ist gemütlicher Netflix zu gucken und natürlich Chips zu essen.
00:03:20: klar Ich bin reingegangen dieses Muster auf der Ebene, der Emotion mal genau angesehen.
00:03:29: Also welche Gefühle gehören denn in dieses Konstrukt?
00:03:34: Was passiert da wenn ich eigentlich zum Sport gehen möchte aber ich habe vielleicht dann doch die Angst dass es nicht gut genug umsätze oder das ist mich überfordern würde und mich deswegen davon abhält Dann gehört ja mentale Ebene dazu.
00:03:56: Also vielleicht ein Kritiker, der mir sagt du warst noch nie sportlich oder deine ganze Familie war noch nie Sportlich und dann werde ich ja auf dieser mentalen Ebene quasi abgehalten meine neuen Routinen zu durchlaufen.
00:04:18: Das Spannende, was wir ja auch gesagt haben, das bei mir so ein bisschen dazu kommt ist das Thema Körper- und Nervensystem.
00:04:24: Also herauszufinden... dass ich in diesem Stressmuster, da ist ja quasi Stress ja in mir ausgelöstet wie bin ich?
00:04:36: Wie komme ich in diesen Stress und was passiert auf körperlicher Ebene, auf nervensystemebene?
00:04:44: Und wie kann ich dann da umgehen damit ich wieder erkenne, dass ich in meinem Muster bin und das alles das was passiert, dass das passiert.
00:04:55: Also wir können oft nicht aus unseren Stressmustern ausbrechen weil wir überhaupt nicht erkennen was in uns alles wirkt Und ich muss irgendwie versuchen, auf eine Meta-Ebene zu kommen um dieses Konstrukt wahrzunehmen.
00:05:11: Also was passiert in meinem Kopf?
00:05:12: Was wird mir da erzählt oder was erzähle ich mehr da selber?
00:05:15: Was passiert auf emotionaler Ebene?
00:05:17: Was hält mich ab, in diese neuen Routinen zu gehen und wie kriege ich mein ganzes System eigentlich dahin dass sich auf diese Metaebene komme?
00:05:27: Und was das so entwickelt habe ist die Idee Es ist meistens ein Muster, was uns immer wieder eigentlich davon abhält und das mal wirklich zu zerlegen.
00:05:44: Was passiert körperlich in diesem Muster?
00:05:47: In Stressmomenten können wir nicht mehr richtig atmen, kriegen nicht mehr richtige Luft, können nicht mehr gut klar denken... Also man kann dieses Muster quasi körperlich schon erfüllen, damit man weiß dass man drin ist.
00:06:10: Und in dem Moment wenn ich schon merke also es muss man sich alles erarbeiten.
00:06:16: Wenn ich fühle Ich bin in meinem Muster drinnen dann muss ich erstmal Körperlich wieder rauskommen.
00:06:23: Da muss ich mein Nervensystem erst mal wieder so regulieren Dass ich auf diesem Meter eben nur komme und das schaffe ich eben durch die bekannten Achtsamkeitsübungen, sage ich mal.
00:06:35: Also es gibt bestimmte Übungen die einfach sehr gut aufs Nährungssystem wirken dass man recht gut aus dem Stressmodus in den Entspannungsmodus findet und das sind bestimmte Atemübung kennt ihr auch also eine verlängerte Ausatmung zum Beispiel oder die typische Stressatmungen wie vier sieben acht Atmungen.
00:06:55: was besonders gut wirkt ist zB auch so ein Body Scan Das orientieren im Außen.
00:07:03: Also das sind eigentlich die ganzen Übungen, die man schon so kennt aus der Achtsamkeitsarbeit und dem Yoga-Unterricht.
00:07:10: Man muss halt nur die Dinge alle zusammenbringen, dass wenn man in seinem Muster, in seinem Stress drin ist ... Dass ich das quasi schon erfühle?
00:07:21: Weil ich weiß, aha!
00:07:23: Wenn ich mich so und zu fühle, wenn ich schon gar keine Luft mehr kriege, Ich anfange zu zittern oder so.
00:07:31: Wenn das zu meinem Muster gehört, dann weiß ich ganz genau ... Okay, ich bin grad drin!
00:07:35: Jetzt muss ich mich über die Atemübungen und Entspannungsübung wieder rausholen.
00:07:40: Also der Nervensystem regulieren, dass ich auf der Meta-Ebene ankomme.
00:07:44: Und dann kann ich gucken, aha, welcher Gedanke stresst mich eigentlich gerade?
00:07:49: Welcher?
00:07:51: kritische Satz in meinem Kopf hält mich in diesem Muster gefangen.
00:07:55: Und ich muss mir natürlich auch erarbeiten, die Wahrheit bei dieser Kritiker das ist ja heute nicht mehr Realität.
00:08:04: Das kommt ganz oft aus der Kindheit.
00:08:07: wir haben es nur nie gelernt zu hinterfragen und in diesem Moment der Klarheit quasi wenn ich wieder auf der Metaebene bin dann kann ich anfangen mit diesen setzen, die in meinem Kopf sind.
00:08:18: Die mich klein halten meine Wegen oder eine alten Routine damit zu arbeiten und die zu relativieren, die eigentliche Wahrheit wiederzufinden.
00:08:27: also das muss ich... Ich muss wieder schon alles erarbeiten dieses ganze Konstrukt und dann im richtigen Moment anwenden und wirklich alles zusammenbringen.
00:08:36: Und dazu gehört eben auch noch diese emotionale Komponente, weil oft ist das Thema Angst vor Versagen, Angst nicht gut genug zu sein.
00:08:45: Das spielt auch alles mit rein und das hält mich schon davon ab in Neurotien zu gehen.
00:08:50: aber wenn ich gelernt habe auf dieser emotionalen Ebene die Emotion quasi zu bewältigen Dann schaffe ich es, also ich muss quasi so ein paar Runden drehen um immer wieder auf diese Meta-Ebene zu kommen und dann irgendwann die Ängste den Körper alles quasi mitzunehmen.
00:09:11: Um aus dem Kreislauf des alten Muses auszubrechen und in diese neue Routine zu gehen.
00:09:18: Also der gehört schon eine Menge zusammen was sich managen muss.
00:09:22: Es geht...ich nenne das immer Ja, was ist das?
00:09:25: Das ist Selbstführung.
00:09:26: Also das, was ich eigentlich nicht sehe – alles das, dass es in mir stattfindet an körperlichen Reaktionen und an mentalen Gedanken die da sind und auch an Emotionen.
00:09:39: Ich muss eigentlich lernen all das zu bewältigen damit umzugehen, damit ich mal in die Veränderungen nachhaltig komme sozusagen.
00:09:52: Genau!
00:09:52: Und deswegen Ist es ja im Grunde genommen nichts Neues?
00:09:57: Weil wir haben vielleicht irgendwann mal gelernt, dass ist okay.
00:10:01: Ist die alten Narrative, die alten Gedanken den Kritiker in uns zu Hinterfragen.
00:10:06: Den darf ich in Frage stellen und aus erwachsener Sicht kann ich mir oft beantworten das ich da wo ich bin vielleicht doch schon gut genug Bin muss mich gar nicht stressen.
00:10:17: also kann Ich weiter machen.
00:10:20: Dann habe ich eventuell gelernt mit Emotionen umzugehen Mit so einer Angst.
00:10:26: Also oft machen wir zu, unterdrücken die, drücken sie weg.
00:10:30: Vielleicht habe ich dann aber gelernt es ist gut aufzumachen.
00:10:33: Die Emotion will fließen und durch den Körper fließen zu lassen.
00:10:37: Noch das Bedürfnis was dahinter liegt zu erkennen und zu befrieden.
00:10:41: Dann habe ich auch die Emotionen.
00:10:44: quasi damit bin ich umgegangen.
00:10:46: Ich glaube, was jetzt gerade so kommt, zumindest was ich mitbekomme auch von Kollegen ist das Thema Nervensystem.
00:10:52: Dass das schon auch mit eingebunden wird also dass man lernt sein Nervenystem zu regulieren.
00:10:58: aber ich glaube was so das fehlende Puzzleteil für mich auch immer war im Umgang mit mir selbst was Veränderungen angeht oder auch mit der Arbeit mit meinen Klärnten die ich betreue es ist zur richtigen Zeit eigentlich alles so zu koordinieren dieses zu verstehen, wann bin ich im Muster drin und was mache ich dann auf welcher Ebene um mich da durchzulotzen?
00:11:22: Und in die neue Routine zu gehen oder in die neu verhältensweise.
00:11:25: Ich glaube das ist vielleicht ein bisschen der neue Ansatz, der auch noch ein bisschen fehlt.
00:11:35: Ja, aus seinen typischen Mustern engsten Stress.
00:11:39: Ich bin ja quasi im Bereich der Stressbewältigung aufgestellt oder Residenzmanagement um da eben gut und wirklich langfristig reselliente zu werden.
00:11:53: Was waren denn für dich so die?
00:11:55: Die ersten Übungen, die du gemacht hast, um so die Anzeichen auf körperlicher Ebene früh zu erkennen.
00:12:05: also ich kann das bei mir wenn Bei mir ist so typischerweise, wenn ich in Stresssituation bin als erstes was so ist.
00:12:10: Es ist so schwitzige Hände.
00:12:12: Ja.
00:12:12: So schwitzig händen das es sowas... Häufig ist es ja so dass in Stress-Situationen, also du gingst mit zum Beispiel am Anfang, dass sich, dass das relativ lang gedauert hat bis ich überhaupt erst erkannt habe, dass ich diese... Also sowas wie schwitziger Hände oder erhöht ein Herzschlag oder sowas.
00:12:35: Ich meine natürlich habe ich es gemerkt, dass das so ist.
00:12:37: Aber dieses bewusste Wahrnehmen, dass es gerade so ist, also rauskommen aus dieser Situation, die auf diese Meta-Ebene zu kommen wie du es gerade beschrieben hast... Was hat dir geholfen am Anfang?
00:12:48: Das Frühzuerkennen.
00:12:49: Also das ist ja auch so mit eines der Künste möglichst früh in so einer Stresssituation diese Anzeichen zu erkennen damit ihr überhaupt möglichst früh selbst schon Ja, oft auf die Meta-Ebene gehen kann und zu gucken.
00:13:06: Was hilft jetzt gerade in der Situation?
00:13:08: Das wäre hilfreich.
00:13:10: Für mich ist es natürlich schon viel die Körperarbeit gewesen.
00:13:13: also durch das Yoga bin ich sehr zum meinem Körper bekommen.
00:13:17: Ich glaube, da war früher auch sehr verkopft und eher vom Körper so ein bisschen abgetrennt und auch von Emotionen so ein wenig abgetrannt.
00:13:26: durch das Yoga, das Meditieren, des Atmen.
00:13:30: Da kommt man schon sehr gut in den Körper und da macht es ja auch schon viele Jahre und Unterrichter auch schon viel Jahre.
00:13:39: oder wenn Selbstschüler seit vielen Jahren um immer mehr den Körper zu spüren und einfach auch wahrnehmen zu können was bei mir passiert.
00:13:50: Ich glaube aber, dass nicht jeder jetzt ganz viele Ausbildungen machen müsste.
00:13:55: Sondern wenn ich mit jemandem arbeite dann führe ich den in seinen Stressmoment oder in sein Stressmuster um.
00:14:07: lasst ihn mal die Augen schließen und lass den körperlich einfach mal alles wahrnehmen.
00:14:12: also der...ich versuche ihn locker so das es ihm natürlich nicht überfordert aber in diesen Moment rein zu zu führen und fragt dann, was der körperlich wahrnehmen kann.
00:14:26: Und dann ist es genau das.
00:14:27: Dann würdest du mir sagen, du merkst die schwitzigen Hände vielleicht der Herzschlag, der hochgeht Vielleicht das Gefühl dir wird ganz heiß Das ist eine Sache, die verändert sich gar nicht groß.
00:14:41: Also wenn man mal einmal dieses Muster hat Dann wird man erkennen, dass sich das immer wiederholt.
00:14:47: Das heißt es ist einmal die Arbeit dieses Muster körperlich zu identifizieren und dann auch auf den anderen Ebenen Und man wird erkennen Es ist immer das gleiche Also zumindest für eine lange Zeit lang bis er uns mal bearbeitet hat.
00:15:07: Deswegen finde ich lohnt sich auch die Arbeit sich das einmal als Konstrukt zu erarbeiten zu erkennen Weil es auch nicht nur in meinen Wegen, wenn man gesagt hat, es stresst mich etwas im Bereich der Arbeit.
00:15:22: Dieses Muster habe ich überall!
00:15:24: Ich hab das dann als... In meinem Fall als Mutter, als Freundin, als Partnerin, auf Coach meinetwegen.
00:15:33: Das heißt diese Muster durchziehen quasi das Ganze tun.
00:15:39: Und da wird es auch wieder spannend, weil ich muss nicht tausend verschiedene Muster kennenlernen und mir erarbeiten.
00:15:45: Und auch nicht in unterschiedlichen Rollen sondern ich muss das einfach nur erkennen und quasi so einmal mehr zusammensetzen.
00:15:54: Ja aber ich habe auch schon erfahren dass wenn Leute zu lange vom eigenen Körper abgeschnitten sind also wenn sie zuverkauft sind funktioniert das noch nicht.
00:16:07: Also die muss man erstmal länger betreuen, länger mit den Atmen die eine oder andere Yoga-Übung mal machen.
00:16:15: Das mache ich tatsächlich.
00:16:18: Mit der wichtigste Ansatz in meiner Betreuung ist Regeneration.
00:16:22: also Ich mach mit denen wirklich einmal in der Woche eine halbe Stunde All das was ihnen hilft das Nervensystem zu regulieren und wieder zurück in den Körper zu kommen.
00:16:32: Es ist die absolute Basis.
00:16:33: ohne dass komme ich nie auf die Meta eben und ich werde nie auch meine Gedanken beobachten können oder Gefühle wirklich wahrnehmen können.
00:16:45: Also man hat schon ein bisschen Vorteil, wenn man körperlich da rein fühlen kann.
00:16:50: aber das kann man natürlich auch üben ja.
00:16:54: Aber ich denke durch Begleitung wenn man dahin geführt wird, kann man das dann schon ganz gut zusammen erkennen.
00:17:03: Ich habe mich jetzt gerade hinterfragt und bin dann nicht so ganz sicher, ob ich das merke an der einen oder anderen Stelle.
00:17:11: Tatsächlich wäre es glaube ich für mich auch ein erster Schritt zu gucken eher über die Gefühl zu kommen und dann zu sagen was ist denn grade wie fühle ich mich gerade?
00:17:21: Und was bemerke ich jetzt gerade körperlich?
00:17:24: also könnte jetzt vor meinem geistigen Auge mir wahrscheinlich vorstellen dass Flachatme und eher sehr reduziert in Mimik- und Gestik bin beispielsweise.
00:17:36: Okay, ja dann würde das schon mal gut zu deinem Muster passen vielleicht auch über das Gefühl so dieses ich fühle mich klein Ich fühl mich gerade im Vergleich zu dem anderen klein oder minderwertiger.
00:17:52: Das könnte auch zu dem Muster zum Beispiel gehören.
00:17:54: Dann kann es sein, dass ich das körperliche noch nicht so nutzen kann als Frühwarnsystemen, sondern eher dieses wie fühle ich mich gerade?
00:18:04: Wie geht's mir denn eigentlich grade oder bin ich so ein bisschen abgeschnitten von?
00:18:10: du hast das grad mit den Mimikistiken gesagt, dass es reduzierter ist.
00:18:15: genau was auch dazu gehört sind natürlich ist die Gedankebene.
00:18:22: Also ein bestimmter Gedankel, dieses bestimmte kritische schon wieder nicht gut genug gemacht oder das wird sicherlich nicht reichen... Das sind immer die gleichen Sätze.
00:18:33: Es ist immer die gleichen Gefühle, die dazugehören und ich versuche auf allen Ebenen alles zu erarbeiten damit das Muster quasi groß- und ganzheitlich wird.
00:18:50: Am deutlichsten wird in dem Moment, das ist glaube ich wirklich ein bisschen unterschiedlich.
00:18:57: Also ob du mehr das im Kopf wahrnimmst, wenn die Leute sehr verkopft sind dann dreht sich im Kopf alles vielleicht zu schnell, die Gedanken werden sehr schnell... Dann ist das eher das Zeichen von Ich bin wieder in meinem Muster drin wo eigentlich gar nicht rein wollte oder wo ich gerne wieder schnell rausfinden möchte.
00:19:15: Du sagtest ja auch eben die Dinge die wir uns so selbst erzählen Da stecken dann ja auch oft Glaubenssätze hinter, die wir einfach mit uns tragen.
00:19:29: Wie machst du das?
00:19:31: Dass du also erstmal überhaupt auf diese Glauben-Sätze kommst, dass du ja erst mal verstehst welcher Glaubenschätze steckt denn hinter meinen Erzählungen, die ich mir schon nicht selbst erzähle?
00:19:43: und als zweiten Schritt dann wie arbeitest du mit diesen Glaubessetzen?
00:19:48: Schaffst du es, dass die Glaubenssätze zum Beispiel umdeutest in einer hilfreicheren Glauben-Satz?
00:19:57: Also der jetzt für mich und meinen Stress erleben einfach hilfreicher ist.
00:20:05: Zum Beispiel wenn ich jemandem in sein Muster führe, in seinen Stressmoment dann würde auch die Gedanken, die gerade da sind abklöpfen oder abfragen Und der eine kann das schon sehr, sehr gut selber fassen.
00:20:20: Also er kommt gut an seine Gedanken dran.
00:20:23: Wieder andere, den fällt es schwerer weil einfach zu viel da ist und die nicht so gut auf die Meta-Ebene kommen.
00:20:29: Da nehme ich mir einfach um Coaching mehr Zeit und versuche alles wie ihr das auch kennt.
00:20:36: Systemisches Coaching wie so ein Detektiv, der dann einfach versucht alles aufzudecken was zu diesem Verhalten zum Beispiel führt oder zu diesen Muster gehört.
00:20:49: Und genau das, wie komme ich da drauf und wie gehe ich damit um?
00:20:57: Da die Glaubenssätze in der Regel ja einfach sehr alt sind gelten sie oft im Heute nicht mehr.
00:21:04: Deswegen gehe ich schon auch hin und lasse diese Glauben-Sätze hinterfragen.
00:21:12: Also, heute meinetwegen wenn jemand dann schon fünftig ist oder so und immer noch den Glaubenssatz hat er ist noch nicht gut genug oder noch nicht weit genug und muss sich noch mehr beweisen.
00:21:23: Dass man dann dieses hinterfragt und sagt okay du hast jetzt das dass das alles erlebt gemacht erfahren Ist es wirklich so, dass du nicht mehr gut genug bist?
00:21:33: Also man guckt, ne?
00:21:34: Ist das ein Fakten wirklicher oder ist das vielleicht eine narrativen Fiktion was ich einfach nur in meinem Kopf habe noch nie hinterfragt habe und das schon seit dreißigvierzig Jahren so mit mir mitziehe.
00:21:48: Und da muss auch der, mit dem ich arbeite, der muss sich das selbst beantworten!
00:21:53: Ich kann ihm nicht irgendein schönes Mantra oder eine Affirmation vorlesen... In meiner Meinung nach funktioniert das nicht.
00:22:00: Der muss sich das schon selbst beantworten, ob er gut genug ist oder nicht.
00:22:05: Aber in der Regel mit den Menschen, mit denen ich arbeite – da es ja auch viel um Stressbewältigung geht oder Burnerprävention – die sind so stark in dieser Leistungsmaschine drin.
00:22:19: Das was die ursprünglich mal soweit gebracht hat, das bringt sie auch im Weg.
00:22:29: Also, können die sich ganz klar beantworten?
00:22:32: Ich bin schon gut genug.
00:22:33: Sonst wäre ich da auch gar nicht hingekommen wo ich bin.
00:22:38: Dieses Ganze ist nur so mit dem Nervensystem verwoben dass es oft schwierig ist in diesen Modus zu kommen wo ich überhaupt mit meinen Gedanken arbeiten kann.
00:22:55: also wenn ich im Stress bin dann bin ja im Sympathikus Die Scheuklappen sind zu, ich komme halt nicht auf die Meta-Ebene.
00:23:07: Und was ich probieren muss in diesem Moment oder mir erarbeiten muss ist erst mal wieder runterzukommen den Parasympathikus anzuschalten in den Entspannungsmodus zu kommen und dann bin ich in der Lage meinen Gedanken zu hinterfragen und mit dem umzugehen.
00:23:23: Also quasi sich die ... mein Sohn würde jetzt sagen die Basis zu chillen
00:23:27: Geht die Basi zu chill'n?
00:23:29: Und die absolute Basis von dieser Arbeit Ja, also raus aus diesen Mustern zu kommen ist sich diese Barziff zu erarbeiten.
00:23:38: Weil genau das können wir irgendwie nicht... Oder wir lassen es nicht mehr zu.
00:23:45: Wir lassen die Pause nicht zu, wir lassen die Regeneration nicht zu!
00:23:49: Wir lassen das Atmen nicht zu weil wir schon in diesen Mustern sind schneller weiter höher und wenn ich eine Pause mache oh mein Gott dann schaffe ich das wieder nicht.
00:23:57: Wenn man verstehen würde dass die Ruhe der Regenation die Basis für alles ist Für Gesundheit, für das Reflektieren Dafür, dass ich mit meinen Gedanken besser arbeiten kann.
00:24:11: Mit meinen Gefühlen besser arbeiten können.
00:24:13: Ich glaube dann würde man es machen.
00:24:15: Aber auch wenn ich Menschen begleite... Das Schwierigste ist es den zu vermitteln,... ...dass sie an ihrer Basis arbeiten müssen.
00:24:24: Dass die ihre Basis mal chillen müssen!
00:24:27: Das ist tatsächlich so.
00:24:28: Ich finde das immer wieder total interessant weil das ist das... was eigentlich am einfachsten ist, aber unser System erlaubt das nicht mehr.
00:24:40: Und da musste man ganz viel Basisarbeit leisten um hier oben dann im mentalen Bereich und emotionalen Bereich arbeiten zu können weil wir verstehen... Das ist es ja!
00:24:53: Wir verstehen ganz oft mental Wenn wir einen Coaching bekommen haben oder durch den Coaching gegangen sind, da sind ja ganz viele AHA-Effekte die man meistens so mitnimmt.
00:25:04: So und dann geht es aber darum dass wenn's wieder kritisch wird, wenn ich wieder in meinem alten Ding drin bin das anzuwenden?
00:25:13: Und da brauche ich halt meine gechillte Base weil sonst rammt mich überhaupt nicht wo ich wieder drinnen stecke!
00:25:19: Ich glaube das macht die Arbeit schon ein bisschen herausfordernd obwohl sie per se von den Techniken her total einfach ist.
00:25:28: Ich habe noch einmal eine Frage so in den beruflichen Kontext.
00:25:32: Also wenn ich jetzt an Unternehmen denke und viele unserer HörerInnen sind ja auch in beruflichem Kontext unterwegs, wo es darum geht, in Veränderungen zu begleiten also teilweise Coaches oder auch Agile-Coaches Grummaster.
00:25:50: Wenn ich mir jetzt vorstelle auf der einen Seite gibt es Dieses Wissen, dass es hilfreich ist die mit der Basis erst mal zu arbeiten.
00:26:01: Die erstmal in die Hohel zu kommen also runterzukommen um überhaupt auf die Metaebene zu kommen und mich überhaupt verändern zu können.
00:26:10: Und gleichzeitig ist er im beruflichen Kontext dieses Narrativ höher schneller weiter total manifestiert.
00:26:18: Also wir haben ja eigentlich überhaupt gar keine Zeit.
00:26:22: Das ist ja das, was in den im beruflichen Kontext oft dann erzählt wird.
00:26:27: Was wir uns dann gegenseitig womöglich erzählen.
00:26:30: Wir haben jetzt keine Zeit hier erstmal runter zu kommen.
00:26:33: Vielleicht wird es dann auch noch connotiert oder irgendwo ist es abgespeichert.
00:26:38: Den gehen die Gehirn mit Esoterik also ganz weit weg von professionell um jetzt einfach mal so dieses Wort professionell hinzustellen.
00:26:53: auch wieder konnotiert ist in einer Art und Weise, was vielleicht nicht gerade mit Professionalität zu tun hat.
00:27:00: Also wie machst du das?
00:27:04: quasi die Leute dort mitzunehmen an der Stelle?
00:27:08: An diesem... Was sich erstmal anfühlt wie so ein Widerspruch.
00:27:12: Wir müssen erst mal langsam gehen um danach schneller laufen zu können.
00:27:17: Die Antwort auf meine Frage sowie viele weitere spannende Impulse zur Selbstreflektion Bekommst du einen zweiten Teil.
00:27:25: Wir freuen uns, wenn du wieder mit dabei bist!
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