Wie bewahre ich eine gesunde Leistungsfähigkeit? - Teil 2 mit Katrin Kelz (Folge 92)
Shownotes
Schneller, weiter, höher hat eine natürliche Grenze, dein Körper.
Im zweiten Teil sprechen wir mit Kathrin über den Erhalt gesunder Leistungsfähigkeit. Kathrin erklärt uns, warum unser Nervensystem uns immer in gewohnten Mustern hält, auch wenn diese alten Muster uns heute nicht mehr zum Ziel führen. Wann hast du das letzte Mal gedacht, dass du dich durchbeißen musst? Was wäre, wenn das Durchbeißen nur eine Strategie wäre, um deine eigenen Gefühle nicht fühlen zu müssen?
Wir sprechen über die Schutzfunktion des Nervensystems und die Dualität von Gefühlen. Wie gut kannst du deine Gefühle fühlen und regulieren?
Kathrin erklärt uns, was Entwicklung und Potenzialentfaltung mit Gefühlen, Stress und Entspannung zu tun hat. Dabei verdeutlicht sie, welche Auswirkungen Widerstand und Akzeptanz haben.
Neugierig geworden? Dann höre doch gleich mal rein!
Transkript anzeigen
00:00:00: Wenn die alte Strategie mich nicht mehr dahin bringt, wo ich eigentlich hin will.
00:00:04: Wenn das nicht mehr funktioniert Sondern mich ausbrennen lässt oder mich krank macht Oder mich nachts mit nicht mehr schlafen lässt wenn das passiert Dann muss der Kopf verstehen dass die alte strategie nicht mehr Funktioniert und das Nervensystem dem muss man beibringen.
00:00:25: Das ist trotzdem sicher, wenn ich diesen alten Fahrt verlasse und mal was Neues ausprobiere.
00:00:32: Aber wenn du dein System so regulierst dass du sicher bist das du quasi gut geerdet bist, dass du dich öffnen kannst und dann fließt das Gefühl durch Okay, da waren jetzt Tränen oder da ist wirklich Wut, also Energie rausgekommen.
00:00:50: Aber ich bin nicht gestorben!
00:00:53: Ich bin immer noch da und es ist für mich händelbar.
00:00:56: Diese Erlebnisse muss man mal haben, damit man wirklich weiß was das heißt mit Gefühlen umzugehen.
00:01:15: beruflichen Kontext.
00:01:17: Also wenn ich jetzt an Unternehmen denke und viele unserer HörerInnen sind ja auch in beruflichem Kontext unterwegs, wo es darum geht in Veränderungen zu begleiten also teilweise Coaches oder auch Agile-Coaches Grummaster... Wenn ich mir jetzt vorstelle auf der einen Seite gibt es dieses Wissen, dass es hilfreich ist die mit der Basis erstmal zu arbeiten.
00:01:45: Die erst mal in die Hohel zu kommen also runterzukommen um überhaupt auf die Metaebene zu kommen und mich überhaupt verändern zu können.
00:01:55: Und gleichzeitig ist im beruflichen Kontext dieses Narrativ höher schneller weiter total manifestiert.
00:02:03: Also wir haben ja eigentlich überhaupt gar keine Zeit.
00:02:06: Das ist ja das, was in den im beruflichen Kontext oft dann erzählt wird.
00:02:11: Was wir uns dann gegenseitig womöglich erzählen.
00:02:15: Wir haben jetzt keine Zeit hier erstmal runterzukommen.
00:02:18: Vielleicht wird es dann auch noch connotiert oder irgendwo ist es abgespeichert.
00:02:22: Den gehen die Gehirn mit Esoterik also ganz weit weg von professionell um jetzt einfach mal so dieses Wort professionell hinzustellen.
00:02:37: auch wieder konnotiert ist in einer Art und Weise, was vielleicht nicht gerade mit Professionalität zu tun hat.
00:02:45: Also wie machst du das?
00:02:48: quasi die Leute dort mitzunehmen an der Stelle?
00:02:53: An diesem... Was sich erstmal anfühlt wie so ein Widerspruch.
00:02:57: Wir müssen erst mal langsam gehen um danach schneller laufen zu können.
00:03:02: Im Endeffekt versuche ich den zu erklären dass schneller weiter höher irgendwo ist Stopp mit schneller, weiter höher.
00:03:10: Wenn ich noch mehr Druck und noch mal Anspannung in mein System reinbringe dann geht nichts mehr mit schneller weiter höher sondern gehe ich in den Burnout.
00:03:18: Und viele Leute sind an diesem Punkt dass die merken wenn ich nochmal Druck und Anspanung rein bringe Dann werde ich schlechter Ich werde nicht besser und ich entwickeln mich auch nicht besser Sondern Die Leistungen nimmt ab und das muss man eigentlich einmal verstehen Regeneration einfach auch die Basis ist für schneller, weiter höher sage ich jetzt mal oder beziehungsweise um konstant weiterzumachen und meine Leistungsfähigkeit zu erhalten.
00:03:44: Es geht ja zumindest einmal darum die Leistungsfähigkeit zu erhalten.
00:03:49: Ich will gar nicht dass Leute sich nicht mehr stressen oder so das macht keinen Sinn.
00:03:54: Aber ich möchte das Leute wieder lernen, sich zu pushen, Druck reinzubringen, zu performen.
00:04:01: So und dann reicht es!
00:04:02: Dann muss ich wieder regenerieren Pause machen damit ich wieder in die Leistungsfähigkeit komme.
00:04:07: Und damit ich die kontinuierlich quasi auch halte.
00:04:10: Weil dieses nur schneller weiterhört.
00:04:12: Es geht eine ganz lange Zeit gut aber irgendwann sagt der Körper auch ne... Das war's jetzt also so viel Raubbau betrieben sind so im Minus Jetzt geht es hier nicht weiter und das muss man im Kopf schon auch verstehen.
00:04:28: Und dann, wenn man mal gefühlt hat was das bewirkt dieses raus aus dem Stressmodus und rein in den Entspannungsmodus.
00:04:38: Das sind teilweise nur mal zehn, zwanzig Minuten die wirklich reichen.
00:04:42: Die helfen ja dass das System einmal runter fährt und wieder hoch fährt Also wie beim Computer, der sich aufhängt.
00:04:52: Wenn ich den noch ein bisschen weiter dresche, funktioniert er nicht mehr, ne?
00:04:56: Aber wenn ich dann einmal runterfahre, sich die Gedanken ein bisschen sortieren konnten, Emotionen wieder ins Fließen kommen und der Körper wieder besser arbeiten kann... ...dann bin ich natürlich auch wieder fit und kann meine Arbeit schneller machen!
00:05:12: Das heißt, ich habe vielleicht zwanzig Minuten Pause investiert kann aber danach sehr viel leistungsfähiger und schneller mein Zeug zu Ende arbeiten.
00:05:21: Und wenn man das mal fühlt, wenn man es wirklich fühlt im Körper... Ich glaube dann ist man gewillt also auch zu tun!
00:05:29: Ja
00:05:31: ich kann da total mitgehen und wenn ich jetzt an meinen Studium denke habe ich das tatsächlich auch so gemacht.
00:05:35: Also ich hab tatsächlich mitunter sehr sehr viel eben auch lange Zeit gelernt.
00:05:41: Ich wusste aber dass ich wenn nicht so zwanzig Minuten, ich bin so Power Naps gemacht wo ich quasi in so einem Art Vorschlaf, also sowieso ein Dämmer-Wachzustand verbracht habe und dann irgendwie nach einer halben Stunde wieder aufstehe.
00:05:56: Manche sagen dann auch zwanzig Minuten.
00:05:58: Dann hab' ich total gearbeitet im Kopf.
00:06:01: Also es hat wirklich gerattert, gerattertt, gerattert.
00:06:03: aber ganz oft hatte ich dann auch das Erlebnis dass ich die Lösung dann plötzlich wusste und mich gefragt habe, wo war denn eigentlich eben das Gefühl?
00:06:11: Ja.
00:06:11: Jetzt ist man natürlich in so einem Studium, zumindest wie ich studiert habe sehr autark unterwegs und man ist quasi... Natürlich muss man On-Point irgendwie Klausuren schreiben die dann auch bestehen und tralalala aber das haben wir ja auf der Arbeit nicht oder das war immer... Ich hab da nochmal in England studiert und da musst du permanent performen In dem Sinne dass du ganz viele Dinge erarbeiten abgeben musst.
00:06:34: also ich musste dann tatsächlich beispielsweise in so zwölf Wochen hatte ich sechzehn Assignments, wo ich halt Dinge einreichen musste die dann bewertet wurden und dann hinterher irgendwie einen großen Teil meiner Note ausgemacht haben.
00:06:49: Und da ist mir beispielsweise total die Puste ausgegangen weil diese Frequenz quasi mit meinem null oder hundertfünfzig Programm was sich so aus einem deutschen Studium kannte nicht mehr kompatibel war.
00:07:03: Und letztendlich war das, was ich da erlebt habe, eine Simulation von so einem Arbeitsalltag.
00:07:08: Also wir haben ja auch ne fünf Tage Woche... Unser Bundeskanzler hätte gerne, dass wir noch viel mehr Stunden arbeiten und sorry, das muss die jetzt reinbringen.
00:07:21: Die Stundenzahl oder eine gewisse Anwesenheit ist tatsächlich eben da.
00:07:26: oder es ist jetzt auch nicht mein Biorhythmus, dass sich hier irgendwie ... um sechs Uhr aufstehe.
00:07:32: Irgendwie dann den Arbeitsalltag beginne und jede Eltern schafft, kennt das wenn man... ... manchmal morgens aufgestanden ist und irgendwie die Kinder dahin gebracht hat wo sie so dann hinkommen sollten.
00:07:43: Und man gedacht hat eigentlich müssen wir hier applaudieren weil ich habe das schon echt eine krasse Nummer hinter mich gebracht.
00:07:51: Also es ist alles nicht so nach dem Biorhythmus ne?
00:07:55: Dann hab' ich ganz oft dieses auch bei anderen Leuten erlebt, dieses Augen zu und durch.
00:08:02: Man muss sich da durchbeißen oder man muss sich zusammenreißen.
00:08:06: Und tatsächlich... Auch gerade mit Kindern hat man ja nicht unbedingt die Regenerationsphasen dann wenn man sie braucht.
00:08:15: Da frage ich mich eben warum fängt man an als Mensch?
00:08:20: Vielleicht hast du eine Antwort drauf musst du nicht haben.
00:08:23: aber vielleicht warum fängt man als Mensch an quasi so in Also, versteiften Modus zu gehen und quasi weiterzumachen.
00:08:32: Und ich könnte mir vorstellen das bei dir Leute ankommen die sagen Ich würde gern eigentlich noch mehr aber ich merke
00:08:39: Ja
00:08:41: dass sich gar nicht mehr regenerieren kann weil vielleicht im schlaf meine Meine Gedankenkreisen weiß jetzt nicht ob du das kennst ich habe das ganz oft das dann irgendwie so um so eine ... drei Uhr nachts oder vier Uhr nacht, dass wenn man dann irgendwas so im Kopf wälzt.
00:08:57: Man auch zu gar keiner Lösung findet und das unheimlich anstrengend ist und man morgens aufwacht und denkt ein Bus hat eingeküsst.
00:09:07: Und da frage ich mich tatsächlich... ...und das hast du auch gesagt, dass ja oft auch genau dieses Durchbeißen-Ding oder sich zusammenreißen die Ja, die Gefühle wegdrücken oder das Nervensystem irgendwie im Griff haben.
00:09:27: Dass das ja häufig eben auch das Erfolgsrezept war dass man da gelandet ist wo man dann so angekommen ist.
00:09:34: und dann frage ich mich warum machen wir das als Menschen?
00:09:38: Das ist einfach.
00:09:39: genau darum geht es in der Arbeit.
00:09:41: Genau darum geht's, das herauszufinden.
00:09:44: Dein Nervensystem denkt dass du in Sicherheit bist wenn du dich genauso verhältst Wenn du in deinem Muster bleibst.
00:09:52: weil genau das hat ihr früher Hatt ich in Sicherheit gebogen oder hat dir Anerkennung gebracht Oder Bistätigung.
00:10:04: Und du oder dein System denkt immer noch, wenn ich durchbeheße dann kriege die Anerkennung, die ich möchte.
00:10:13: Dann bin ich sicher.
00:10:14: also das ist eine uralte Schutzfunktion des Nervensystems und was ich halt versuche mit dieser Arbeit ist das Nervensystem durch die unterschiedlichen Übungen so anzusprechen dass es per se erstmal in Sicherheit ist und dass es dann okay ist dieses alte Muster mal loszulassen.
00:10:35: Das Nervensystem ist das, was uns in diesen alten Mustern drinhält.
00:10:40: Was sagt jetzt noch mal ein bisschen durch Beißen?
00:10:43: Jetzt stelle dich nicht so an, kriegst du es schon noch hin und Pause wäre wie eine Bedrohung.
00:10:49: Regenation wäre wie so eine Bedrogung.
00:10:51: Und dieses Ganze muss man aufdröseln.
00:10:57: Ja, das Durchbeißen bringt mich nicht dahin, wo ich hin will.
00:11:00: Das Durchbeissen bringt mich mittlerweile dann wahrscheinlich in den Burnout und es hat mich lange dahingebracht, wo Ich hin möchte an eine gute Stelle.
00:11:10: Ich bin sicher, ich kriege die Anerkennung.
00:11:13: Alles ist gut aber diese alte Strategie genau dass das ist das wo Leute dann kommen wenn Die alte Strategien Mich Nicht mehr Dahin Bringt Wo ich eigentlich hin Will Wenn Das Nicht Mehr Funktioniert sondern mich ausbrennen lässt oder mich krank macht, oder mich nachts mit nicht mehr schlafen lässt.
00:11:33: Wenn das passiert dann muss der Kopf verstehen dass die alte Strategie nicht mehr funktioniert und das Nervensystem dem muss man beibringen Das ist trotzdem sicher ist wenn ich diesen alten Fahrt verlasse und mal was neues ausprobiere also das nerves System mit seinen Verkabelungen mit seinen Verschaltungen Das möchte dich da drin halten, weil Sicherheit und Überleben ist das höchste Gut.
00:11:59: Das ist was wir Menschen, das ist so das höhste Ziel.
00:12:03: Und man muss halt verstehen ... sichert mir überhaupt nicht mein Überleben, sondern ich werd dadurch krank!
00:12:11: Deswegen dieser Arbeit auf diesen verschiedensten Ebenen mental emotional körperlich mit dem Nervensystem und auch in dem Moment dieses Oh my God?
00:12:23: Ja, das is schon komplex!
00:12:25: Aber ich glaube nur so, wenn man das wirklich gut teimt und die Puzzlestücke zur richtigen Zeit auch zusammenbringt.
00:12:32: Dann kann man kleine Schritte machen heißt auch nicht dass sich das Muster dann einmal knacke unter gar nicht mehr reinfalle.
00:12:41: also es dauert schon ein moment bis ich das alte Verlerne und das neue neu erlerne also trainiere.
00:12:50: Das ist ein richtiges Training, für das Nervensystem.
00:12:53: Es ist ein Training auf der mentalen Ebene.
00:12:56: Ein Training auf emotionalem Ebene – es ist wirklich ganz krasse Selbstführung!
00:13:01: Aber ich finde, dass ist das was zählt.
00:13:03: Wir sind ja menschlich und haben diese Ebenen an diesen Komponenten.
00:13:07: Das ist unser Betriebssystem und damit muss man lernen umzugehen.
00:13:11: Und was schräg ist, ist, dass wir das gar nicht lernen.
00:13:20: Deswegen fällt es uns, glaube ich, als Erwachsener auch schwer da so reinzufinden.
00:13:25: Aber ich finde die Arbeit lohnt sich.
00:13:27: Also jeder der am Thema Entwicklung, Gesundheit, Potenzialentfaltung interessiert ist – also ich glaube, der kann sich auf den Weg machen und das entwickeln.
00:13:39: aber wie gesagt, ich glaube nicht dass man jetzt jede Ausbildung machen muss.
00:13:44: Ich glaube wirklich wenn man mal ganz pragmatisch sein eigenes Mal so ein Muster erarbeitet, da ist ja dann alles drin.
00:13:54: Dann kann man schon mal einen Schritt weiterkommen und sich weiterentwickeln.
00:13:58: also ich habe halt gedacht Also jetzt musste ich zwanzig Jahre investieren, bin auch sehr neugierig.
00:14:05: Dann haben wir schon noch ein paar Minuten.
00:14:07: Bin neugirig will das alles lernen?
00:14:09: Will das wissen wie das funktioniert?
00:14:11: Aber das kann nicht jeder!
00:14:12: Nicht jeder kann sich ja die Zeit nehmen einen Jogastudio zu eröffnen und das zehn Jahre zu führen.
00:14:16: für mich war das ganz großartig weil ich ganz viel experimentieren konnte mit meinem Körper, mit meinen Gedanken, mit den Schülern natürlich auch wie diese sich entwickeln was da wirkt.
00:14:26: Dann mit dem Nervensystem habe ich ganz lang für mich auch gearbeitet und experimentiert.
00:14:32: Deswegen liegt mir das eigentlich am Herzen so pragmatisch, so nah war wie möglich jemanden in die Hand zu geben und den dabei zu begleiten diese Schritte zu gehen.
00:14:46: Was kann jeder ja das einzeln üben?
00:14:49: Aber das ist natürlich extrem aufwändig!
00:14:52: Ich frage mich gerade warum... dass eigentlich nicht Teil unserer Lebensreise ist.
00:15:00: Also warum sollte das nicht... Keine Ahnung, ich hatte es dann an Kinder.
00:15:07: Ich habe ja selbst auch eine Tochter.
00:15:09: so wenn ich jetzt daran gedacht hab wo die klein war hätte das nicht schon irgendwie im Kindergarten oder in der Schule irgendwie so... Das Wurzvorbereitungskurs?
00:15:19: Ja!
00:15:20: Die sind jetzt so ganz simple Übungen spielerisch, mit Spaß und mit Freude schon erlernen können.
00:15:29: Und auch gut integrieren können in ihr Lebenskonzept.
00:15:33: Also wie kommt es dazu dass wir das gar nicht gemacht haben?
00:15:40: Ich weiß es nicht, ich war jetzt gerade mal in einer Grundschule und habe mit Lehrern gearbeitet.
00:15:45: Und da ging's um Co-Regulationen.
00:15:47: Das heißt wenn die sich regulieren dann regulieren sie gleich die Schüler mit.
00:15:52: also das macht auf allen Ebenen einfach Sinn.
00:15:55: Also egal wo ich anfange ob ich den Kindern beibringen in der Schule im Kindergarten oder auch denen Eltern zu Hause... Also ihr wisst das sicherlich auch, wenn ihr drüber seid die Zündschnur sehr kurz ist dann klappt das mit den Kindern auch nicht so
00:16:11: gut.
00:16:11: Aber wenn ihr wieder ein bisschen entspannter seid mehr Luft habt dann fließen sie doch auch sehr gut mit.
00:16:17: also allein schon aus der Sichtweise Co-Regulation auch für Lehrer oder Kindergärtner würde das total viel Sinn machen in jungen Jahren uns schon beizubringen.
00:16:32: Jeder Mensch hat Gefühle, jeder Mensch hat Gedanken.
00:16:35: Jeder Mensch hatte ein Körper und Nervensystem.
00:16:38: Und der Oberboss dieser ganzen Komponenten ist das Nerven-System.
00:16:44: Der ruled quasi alles!
00:16:47: Das zu managen, dann habe ich schon einfach so viel gewonnen und kann mich selbst so gut führen.
00:16:52: Wenn ich mich selbst gut fühlen kann, dann kann ich das mit meinen Kindern, dann geht es mit dem Partner leichter.
00:16:58: Dann geht das mit Kollegen oder auch Mitarbeitern sehr viel einfacher.
00:17:03: Es wäre extrem viel geworden.
00:17:06: Ich glaube dadurch dass die Dinge nicht sichtbar sind ist es für viele schwer zu greifen.
00:17:13: Mir fällt es total leicht auf eine Metarebene zu gehen.
00:17:16: Ich glaube, ich habe das in der Kindheit schon irgendwie für mich so entwickelt.
00:17:21: Aber ich glaube auch dass viele vielleicht... Auch auf das gar nicht so gut schaffen wirklich sich zu beobachten.
00:17:28: Das ist...
00:17:30: Ich glaube da muss man auch tatsächlich eine... Also ich glaube nicht, dass das jeder kann tatsächlich?
00:17:34: Ich
00:17:35: glaube es auch nicht ja
00:17:37: oder sich von selber von außen zu betrachten.
00:17:43: Ich glaube, man kann es lernen.
00:17:44: Bin aber sicher, dass das nicht viele ... Also unter Coaches natürlich praktizieren, aber dass das tatsächlich auch eine ... Dass man das auch erst lernen muss.
00:17:56: also wirklich zu sagen ich stelle mich jetzt mal neben mich und ich gucke jetzt mal gerade was da passiert und bringe so ne Lücke da rein zwischen Was ist denn da?
00:18:06: Und Reals und Reaktion eben, dass ich die auseinanderbringe.
00:18:11: Tatsächlich habe ich mich aber mal gefragt, das ist jetzt schon wieder die Metafrage zu dem ganzen Thema.
00:18:16: Ist das nicht auch ein Ausweichmanöver?
00:18:21: Also wenn ich mich immer mehr neben mich stelle, dann koppel ich mich anstückweit von der körperlichen Erfahrung, von den Gefühlen, vom Vereinahmen werden.
00:18:35: Da hab' ich mich tatsächlich auch gefragt... ...ist es nicht auch etwas wo man nicht wirklich sich auch entkoppelt oder weiß, wo man quasi so den Pausen-Taster drückt und sagt okay wenn ich das jetzt fühlen müsste.
00:18:50: Das würde ich gar nicht so gut aushalten.
00:18:51: deshalb stelle ich mich ja neben mich und fühle es jetzt mal nicht.
00:18:58: Die Frage ist jetzt, ist das hilfreich?
00:19:00: Auch wenn's eine Ausweichmanöver wäre was ja ne schöne Strategie wäre dann tatsächlich in der Lage ist damit sein Nervensystem runterzukriegen
00:19:11: Genau.
00:19:11: Und wenn man es so hinbekommt, dass man nicht wegguckt sondern das man die Meta-Ebene dafür nutzt um genau hin
00:19:18: zu gucken
00:19:20: weißt du?
00:19:22: Also ich gehe auf die Metaebene um meine Gedanken zu identifizieren damit ich damit konkret umgehen kann ist ja nicht ein... Ich drück das weg oder ich will jetzt nichts sehen.
00:19:34: und mit Gefühlen auch.
00:19:38: Es geht ja darum, sich dessen bewusst zu werden damit ich die fühlen kann.
00:19:45: Ich mache das tatsächlich... Das ist jetzt eine Selbstoffenbarung, aber ich habe neulich mal gedacht, dass ich es gemacht hab, damit ich's nicht fühlen muss.
00:19:52: Also damit ich jetzt irgendwie...
00:19:53: Ja dann beantwortet dein Intellekt das Gefühl, damit du es nicht fühlst.
00:19:58: Das gibt´s natürlich auch.
00:20:00: Geht aber eher darum, das Gefühl zu identifizieren da es Angst, Wut, Frust Und das mal durchlaufen zu lassen.
00:20:10: Was meinst du mit Durchlaufen?
00:20:12: Das wirklich zu fühlen, sich die Zeit nehmen und sich die Ruhe nehmen, sich der Auszeit nehmen um dieses Gefühl zu verarbeiten!
00:20:22: Also es muss wirklich gefühlt werden.
00:20:30: also wir haben ja oft Angst vor den Gefühlen weil wir denken wir können's nicht händeln.
00:20:37: Aber wenn du dein System so regulierst, dass du sicher bist.
00:20:41: Dass du quasi gut geerdet bist.
00:20:44: Das du dich öffnen kannst und dann fließt das Gefühl durch und du merkst zum Schluss okay da waren jetzt Tränen oder da ist wirklich Wut also Energie rausgekommen.
00:20:55: aber ich bin nicht gestorben ja Ich bin immer noch da.
00:20:58: es ist für mich händelbar.
00:21:00: diese diese Erlebnisse muss man mal haben damit man wirklich weiß, was es heißt mit Gefühlen umzugehen.
00:21:08: Total?
00:21:09: Auf der einen Seite und auf der anderen Seite habe ich halt oft tatsächlich die Idee dass ich Dinge intellektuell begreife also das ich sie durch dringe mit dem Kopf sag die Emotionen passen aber nicht zu.
00:21:22: Das fühlt sich nämlich jetzt gerade an.
00:21:24: wie nehmen wir mal beispielsweise Einsamkeit macht ja auch oder Unverbundenheit ist im Gehirn des Schmerzzentrums aktiviert.
00:21:35: Das macht mir jetzt körperliche Schmerzen, ja ich fühle das und stelle mich dann vielleicht neben mich und sage naja es ist ja jetzt total irrational weil du wüsstest ja dass wenn du jetzt quasi eine Auszeit bräuchtest und du jetzt irgendwie dich vom Acker gemacht hättest in einer Art und Weise, dass du das selbstbestimmt getan hättst oder dieser Selbstbestimmungsfaktor wäre dann ja quasi das was das Ganze verändern würde.
00:22:04: Dann ist das ja total intellektuell durchdacht!
00:22:06: Und es fühlt sich ja gleichzeitig immer noch nicht gut an.
00:22:13: Also ich habe mich mit einer Coaching tatsächlich auch so erlebt.
00:22:18: die war sehr gut darin auf die Metaebene zu gehen... ...und die hat tatsächlich auch die Strategie gehabt, mit dem Kopf ihre Gefühle nicht zu lösen.
00:22:33: Aber zu bearbeiten und so ein bisschen Adacta zu legen.
00:22:36: Aber das Gefühl ist ja immer noch da.
00:22:39: also die Energie ist noch da.
00:22:40: Richtig!
00:22:41: Und es ist total anstrengend das wegzudrücken.
00:22:45: Also wir müssen da auf jeden Fall versuchen das Gefühl schon mitzunehmen.
00:22:50: Nicht intelektuell zu beantworten Geht für einen Moment aber Es muss körperlich wirklich durchfließen, um es zu bewältigen.
00:23:02: Was man da eigentlich lernt so sukzessive ist... Als Kind kann man genau das nicht!
00:23:12: Als Kind kannst du ein Gefühl haben, meinetwegen die Angst.
00:23:16: Die Angst ist dann da und es ist schwer auch eine Sicherheit wahrzunehmen.
00:23:22: Heute als Erwachsener können wir diese Dualität wahrnehmen und zulassen.
00:23:27: Das heißt, meinetwegen wenn ich... einen Vortrag halten soll, dann spüre ich diese Angst.
00:23:33: Vielleicht die Angst zu versagen?
00:23:35: Aber ich weiß auch dass da die Sicherheit ist und der Mut das auszuprobieren also der mut dahin zu gehen was neu zu entwickeln oder auf die sicherheit.
00:23:46: Ich habe mich vorbereitet ich weiß was ich kann Und das beides auf die waage zu legen und zu sehen.
00:23:51: ja krass Da ist die angst aber da ist auch der mut und und und diese diese lust es doch auszuprobieren.
00:23:59: Da lernt man eigentlich damit, dass Gefühle nicht mehr so bedrohlich sind sondern von allem ist ein bisschen was da und dann macht es irgendwann auch mehr Spaß das durchfließen zu lassen.
00:24:13: Wie machst du das denn im beruflichen Kontext mit dem Durchfliesenlassen?
00:24:18: Also ich stelle mir gerade vor wenn ich jetzt einen Gefühl komplett zulasse, kann das an der einen oder anderen Stelle schon mal sehr überwältigend sein Also mit Tränen, Ausbruch und was alles dazu gehört.
00:24:34: Kann ich natürlich in meinem Privat-Unfall kann ich das machen?
00:24:37: Wenn ich jetzt irgendwo im beruflichen Kontext in... weiß ich nicht.
00:24:43: Ich muss einen Vortrag halten oder so ein Steh von einer Gruppe ist es vermutlich nicht gerade die beste Lösung das komplett durchfließen zu lassen mit allem was dazugehört weil die Resonanz des Publikums dazu Wahrscheinlich eher eine Irritation wäre, als Super.
00:25:04: Tim lässt gerade alle Dämme fließen.
00:25:07: Das ist ein
00:25:09: super Punkt
00:25:10: genau und er lässt das Gefühl gerade mal richtig durchfließen.
00:25:14: wie gut dass er das macht.
00:25:16: Wie schön für ihn!
00:25:18: Also da spielt ja nicht nur ich ne Rolle sondern auch der Kontext ne Rolle mit meinem Umfeld.
00:25:26: Da spielt auf jeden Fall Kontext, Rolleumfeld.
00:25:29: Ja, es spielt eine Rolle genau.
00:25:34: Ich glaube, je besser man gelernt hat damit umzugehen, desto schneller hat man's gehindelt.
00:25:40: Also dann dauerts nur ein paar Sekunden.
00:25:42: Dann kannst du dich da durchatmen und du kannst das wirklich beobachten.
00:25:44: Ah, da ist die Versagenangst okay!
00:25:46: Was gehört für einen Gedanke dazu?
00:25:50: Das Gefühl, ich kann relativ schnell ... erkennen.
00:25:53: Ah, wie gehe ich damit um?
00:25:55: Lass es tatsächlich durch!
00:25:56: Das kriegt ja keiner mit.
00:26:00: Am Anfang geht das natürlich nicht.
00:26:01: Dann muss ich quasi in dem Moment performen wenn ich in der Arbeit bin.
00:26:07: Nehmt das dann aber mit nach Hause.
00:26:09: Nehme dann die Zeit, die Pause und arbeite das quasi nach weil das Gefühl ist noch da.
00:26:16: Das Gefühl ist ja noch im Körper hängt irgendwo.
00:26:21: Nehmen das quasi Zeit versetzt in Angriff und gehe damit um.
00:26:27: Wünschenswert wäre es natürlich, dass man das so sofort damit umgeht.
00:26:34: Das funktioniert nicht wenn man damit anfängt.
00:26:36: also dann muss man's wirklich mitnehmen.
00:26:39: und in einer Pause heißt für mich
00:26:44: Ruhe
00:26:45: in so einen militativen Zustand eher gehen, also dass man ein Zwei-Atemübungen macht damit das Nervensystem aus dem Stressmodus in den Entspannungsmodus kommt.
00:26:55: Und dann bin ich wieder bereit mich der Dinge, mich den Dingen zu stellen.
00:27:00: Dann kann ich gucken was ist dafür ein Gefühl?
00:27:03: Es gibt auch ganz tolle Meditationen wirklich für die einen genauer durchlotsen zum Beispiel die Rain Meditation sind so vier Schritte Da wirst du genau durchgelotzt.
00:27:13: Er steht dann für Recognize, was ist das für ein Gefühl?
00:27:18: Also in der Bezeichnung geben okay da ist Wut und dass man es dann mal anerkennt und akzeptiert und dann guckt man noch ein bisschen was gehört noch dazu auf der mentalen eben noch der körperlichen Ebene?
00:27:29: und zum Schluss dann dieses welches Bedürfnis steht eigentlich dahinter?
00:27:33: also was will mir dieses Gefühl eigentlich sagen?
00:27:35: das ist so ja dieses typische ich gehe mit dem gefühl um Und das geht nicht immer im Moment.
00:27:40: Also wenn ich total getriggert bin von bestimmten Personen, kann ich das auch nicht?
00:27:47: Aber mich ärgert es dann so krass oder bindet so viel Energie dass sich schon nach Hause gehe und mir die Zeit nehme und das durcharbeite.
00:27:56: Das ist ein guter Ansatz, das zeitversetzt zu arbeiten.
00:28:00: Ich glaube man muss anfangen Tim.
00:28:03: Ich glaube im Moment ist das schwierig.
00:28:10: Also ich kann mir gut vorstellen, dass du erst mal diesen Bahn im Kopf ausprägen musst oder diese Trampelfade bzw.
00:28:16: die Vernapsungen, dass sie erstmal quasi geschlossen werden müssen und man das tatsächlich so macht.
00:28:25: Und gleichzeitig dann... Dass es ein Prozess ist der immer mehr zu einer Automatisierung führt Und zu einer... wie beim Autofahren.
00:28:42: Das hat man am Anfang auch sehr verkopft gemacht, zumindest wenn wir dann erst kuppeln und dann irgendwie den Gang einlegen und dann auf das Gas treten.
00:28:53: Wenn ich das heute erklären müsste, das wäre ganz schwierig für mich.
00:28:58: Könnte mir vorstellen dass das ähnlich ist Wenn man dann so Muster hat, dass man... Also wenn man noch zusätzlich glaube ich Muster hatte die man dann verlässt.
00:29:09: Hat das ja auch erst mal mit einer Unsicherheit zu tun, kann ich mir schon vorstellen?
00:29:12: Dass man dann erstmal so Erfolgserlebnis sammeln muss.
00:29:15: Genau.
00:29:15: Die klitze kleine Schritte.
00:29:17: Genau, genau!
00:29:18: Das ist es tatsächlich.
00:29:20: Deswegen finde ich diese Idee, Muster zu erarbeiten sich so sein, das Muster was man eigentlich verlassen möchte, sich das erst einmal bewusstzumachen wirklich exemplarisch.
00:29:33: Wie fühlt sich das körperlich an?
00:29:35: Was passiert dabei in meinem Kopf, welche Emotionen entstehen.
00:29:41: Weil nur wenn ich weiß was da ist... Nur wenn ich es erkenne kann ich es auch verändern und also es hat ja ganz viel mit raus aus der Ohnmacht, rein in die Selbstwirksamkeit zu tun.
00:29:55: Also auf einmal komme ich aus einem emotionalen Stress-Würwerkaos, wo ich überhaupt keine Ahnung hab, dass sich ja irgendwas ändern kann.
00:30:04: Normalerweise ist er immer da außenschuld.
00:30:07: Dann ist es mein Partner der Schuldes oder der Nachbar oder der blöde Chef oder was weiß ich ... überhaupt erst mal zu erkennen... Also da, wo ich überhaupt was ändern und wo ich ansetzen kann ist in mir.
00:30:23: Und dann noch zu wissen ja was denn überhaupt?
00:30:26: Wo kann ich denn ansetzen?
00:30:28: Und je besser ich mich kennenlerne und dieses Muster... Ich spreche immer von Muster aber ich finde es so exakt praktisch handhabbar.
00:30:35: wenn man das wirklich verstanden hat Dann erkennt man es ja wieder.
00:30:40: Man erkennt sich dann in dem Moment wieder, man ertappt sich dann.
00:30:44: Oh krass jetzt spür ich das schon wieder!
00:30:47: Sind die Schultern bei den Ohren?
00:30:50: Was sagt mir das?
00:30:51: Ah was habe ich gelernt?
00:30:52: wie gehe ich damit um?
00:30:54: also dann kommt man auf einmal in eine Selbstwirksamkeit und ich finde das ist schon so.
00:30:59: allein das gibt mir schon Gelassenheit und Entspannung weil ich nicht mehr ohnmächtig bin oder In diesem Chaos drin bin, wo ich überhaupt keine Ahnung habe was ich machen soll.
00:31:10: Also so ging es mir früher und ich habe... Ich bin mir selbst so auf den Keks gegangen weil ich nichts in der Hand hatte wo ich irgendwie ansetzen konnte Und ich glaube deswegen habe ich diese Reise gemacht vom körperlichen Also über das Yoga, übers Atmen, übers Meditieren.
00:31:30: Über das Coaching dann auch um wirklich jede einzelne Ebene eigentlich... ...um zu wissen wie gehe ich denn damit jetzt konkret um?
00:31:41: Bei mich macht es wahnsinnig wenn irgendwas in mir ist und ich kann damit nicht umgehen.
00:31:45: Stresst total!
00:31:46: Aber wenn ich dann weiß ah okay Das gehste so an, das gehste So an Dann wird's auf einmal ein bisschen transparenter leichter.
00:31:57: Ich habe gerade mal einen Selbstversuch von mir gedacht.
00:32:00: Das ist eine ganz lustige Anekdote an der Stelle, ich war auf so einer Konferenz und es waren berufliche Konferenzen.
00:32:05: also ich hatte so ungefähr acht bis zehntausend Menschen die dort waren.
00:32:10: Ich war alleine da.
00:32:12: Die Menschen waren außer achtzig Leuten waren das Männer.
00:32:17: Es war im Ausland ja auch alleine und ich hab da gab's dann auch Pausen und diese pausen waren sehr unangenehm weil man dann ja allein war oder man hätte jemand ansprechen müssen.
00:32:28: Und da fühlt man sich zumindest unter so einem ... Man hat dann auch immer das Gefühl, die kennen sich alle.
00:32:34: Stimmt natürlich nicht!
00:32:35: Oder man hat das Gefühl nur ich bin hier ganz alleine.
00:32:40: und also ich war durchflutet von so einer Unsicherheit und von auch einer Verurteilung, dass ich gedacht habe ne alles hier weiße alte Männer und Ich bin hier quasi so Die Deko, wie gesagt stimmte alles nicht.
00:32:58: Und gleichzeitig habe ich irgendwann gedacht so jetzt ist eine Pause.
00:33:01: das ist eigentlich unangenehm.
00:33:02: die meisten auch Männer tatsächlich gucken dann ja aufs Handy.
00:33:05: also mittlerweile haben wir das Handy als Freund dabei.
00:33:09: viele haben sich da quasi rein verkrümelt in das Handy und ich hab dann gesagt ne ich mache jetzt genau das Gegenteil.
00:33:16: Ich habe mir ein Stuhl genommen und habe so eine freie Fläche gesucht und habe diesen Stuhll in der Mitte dieser freien Fläche gestellt Und die Sonne war grad da, das fand ich aber ganz gut.
00:33:27: Und hab dann mich dahingesetzt und hab mich und die anderen beobachtet.
00:33:32: Das waren wirklich körperliche Schmerzen, die ich da erlebt habe.
00:33:34: Also es hat wirklich wehgetan.
00:33:37: Es war so Flucht-Tier pur in mir, dass gesagt hat Rennen ganz schnell soweit du kannst!
00:33:46: Und ich habe es versucht auszuhalten.
00:33:49: Ich hab versucht zu sagen, ach ja das fühlt sich jetzt so und so an.
00:33:52: Ich muss sagen wohlgefühlt habe ich mich überhaupt nicht aber ich habe's gemeistert.
00:33:57: Was hätte ich noch machen können Katrin?
00:34:01: Ich glaube wo wir uns oft selbst ein Bein stellen ist dass wir in den Widerstand mit uns selber gehen.
00:34:08: Also, ich glaube einen Schritt könnte zum Beispiel gewesen sein das einfach so mal anzunehmen dass es sich gerade scheiße anfühlt.
00:34:17: Dass es sich grad komisch anfühelt der einzige zu sein der nicht in seinen Handy start und dieses ganze du hattest ein Riesenkonstrukt auch in dir an Glauben setzen alles vom Kopf quasi produziert diese ganze Geschichte und da wahrscheinlich zu sagen Das ist okay, dass ich mich gerade kacke fühle.
00:34:41: Ich kenn kein ... es ist doch total menschlich!
00:34:44: Also was uns oft fehlt, ist diese menschliche Komponente.
00:34:47: Das ist das, was auch in meiner Arbeit mit mir selber und anderen immer wieder sehe.
00:34:53: vor allem wenn Menschen schon viele Erfahrungen zum Thema Persönlichkeitsentwicklung gemacht haben Wenn die schon so ein bisschen ihre Muster kennen Eigentlich cooler sein müssten, ein bisschen souveräner sein müssen.
00:35:07: Dann kommt so sofort dieses... Hast du es wieder nicht hingekriegt?
00:35:10: und man geht voll in den Widerstand?
00:35:12: Und da wird es leichter im Inneren wenn man einfach sagt Ja komm ist doch total menschlich Ist doch gar.
00:35:19: ich kenne hier niemanden ja muss mir das mit Spaß machen.
00:35:22: nee
00:35:24: Das habe ich tatsächlich gemacht und hab dann festgestellt Es fühlte sich immer noch blöd an.
00:35:31: Ich hab wirklich meinen Gefühl beobachtet und dachte so, mein Gott.
00:35:34: Also ich sehe hier fühlen sich viele nicht wohl.
00:35:37: Ich
00:35:37: seh das viele in die Hände, die es sich reinverkrümeln.
00:35:40: Ich sehe dass viele anfangen ... Die Raucher haben's glaub ich immer leichter weil sie sich dann irgendwie so
00:35:48: verziehen
00:35:49: und dann finden und über diese Gemeinsamkeit arbeiten.
00:35:54: Aber der Rest war wirklich... Also ich habe es noch nicht geschafft zu sagen fühlt sich doof an, ich erkenne das an und dann fühlte sie es besser an.
00:36:03: Das habe ich leider nicht geschafft aber ich habe wohlwollend wahrgenommen dass es anderen auch so geht und dass auch die der größte Baum ein Mensch der achso selbstbewusst quasi da alleine durch die Gegentaperte, dass der sich auch nicht wohlfühlte.
00:36:27: Wenn jetzt unsere Hörerinnen sich dazu entscheiden sollten, morgen mal so einen ersten kleinen Schritt zu machen in Richtung Ich würde gerne mal irgendwo anfangen mit vielleicht aus dem Kopf rauskommen mehr ins Gefühl zu kommen.
00:36:42: oder vielleicht Wie schaffe ich es überhaupt um ein Nervensystem bisschen zu beruhigen?
00:36:47: Oder wie schaffe ist mein Gedanken Karussell einmal anzuhalten.
00:36:51: So ein bisschen Distanz zwischen Reiz und Reaktion zu bekommen?
00:36:54: was wäre vielleicht eine gute Übung, die du unseren Hörer in mitgeben könntest.
00:37:00: Die so als Einsteigerin ein ganz guter Weg wäre.
00:37:06: Sind tatsächlich die klassischen Übungen?
00:37:08: Also ich fange immer an mit einer verlängerten Ausatmung.
00:37:13: Das heißt egal wie lange du einatmest, Hauptsache du atmest länger aus und das mal für ein paar Atemzüge, dieses Sich-Sich-Erden.
00:37:26: Das kriegt eigentlich auch keiner mit, wenn ich einfach mal wahrnehme dass ich auf dem Stuhl sitze also wirklich in den Körper rein fühle Füße auf dem Boden wahrnehmen Po auf dem stuhl wahrnehmen das ist so eine Übung.
00:37:44: Eine dritte Übung die man ganz gut machen kann ist über die verschiedenen Sinneskanäle wahrnehmen.
00:37:51: Also Was sehe ich über meine Augen?
00:37:54: Ich seh jetzt hier meine Lampe und dann, also das Benennen.
00:37:58: Also so fünf Dinge einfach mal benennen die ich so sehe.
00:38:01: Dann mal ein paar Dinge benennen, die ich höre Die ich fühle haptisch Vielleicht etwas was ich rieche Und noch was ich schmecke.
00:38:12: Es sind alles Maßnahmen oder Übungen, die uns mehr aus dem Kopf rausholen und wieder in den Körper reinbringen.
00:38:19: Das ist eigentlich all das was uns auch wieder in die Sicherheit bringt.
00:38:25: Also das Nährsystem reagiert also fährt wechselt vom Stressmodus in den Entspannungsmodus wenn Sicherheit da ist.
00:38:37: allen Maßnahmen, ob ich jetzt emotional arbeite.
00:38:40: Es geht immer darum, Sicherheit wieder herzustellen.
00:38:43: Wenn ich mental arbeite, geht es auch darum, Sicherheit zu generieren mit den Atemübungen oder einen Bodiescan.
00:38:50: Immer gehts darum dass das Gefühl Sicherheit ins System kommt.
00:38:54: Das ist so.
00:38:56: die Verbindung würde ich sagen.
00:38:58: ja und Ich weiß die Übungen auch das atmen.
00:39:02: Es hört sich extrem banal an Aber das sind wirkungsvolle Tools, die das System einfach... Ja es gibt halt diesen Knopf nicht.
00:39:12: Man kann nicht einen Knopf drücken der uns umschaltet oder eine Pille funktioniert auch nicht.
00:39:19: aber eben diese verlängerte Ausatmung dann ganz wichtig in den Bauch tief ein und ausatmen Das hilft auch weil wenn ich im Stress bin atme ich eher flach und in den Brustkorb ein.
00:39:31: Und auch durch die Nase zu atmen, wäre auch wichtig.
00:39:33: Wenn man hektisch ist oder fast schon im Panikmodus, dann atmet man viel durch den Mund.
00:39:40: Also der Mund ist zum Essen und zum Reden da.
00:39:43: Die Nase zum Atmen kann man sich generell mal ein bisschen merken.
00:39:49: Es gibt ein wunderschönes Buch.
00:39:55: Wie heißt er?
00:39:55: Ich weiß es gerade nicht.
00:39:57: Auf jeden Fall ist auch ein Yoga-Lehrer, ich glaube aus England ist ein englischer Yoga-Lärer.
00:40:02: Der hat herausgefunden dass eigentlich die einfachsten Dinge die man so im Yoga zum Beispiel kennt das ist das was am besten funktioniert.
00:40:11: also es sind nicht die akrobatischen Übungen aus dem Yoga die uns helfen runter zu fahren und uns zu regulieren sondern hinlegen Beine hoch an die Wand für zehn Minuten hilft super gut.
00:40:23: Oder diese verlängerte Ausatmung ganz banal, ganz einfach hilft sehr gut.
00:40:28: So ein Body-Scan!
00:40:29: Ganz einfach du liegst nur da oder vielleicht kennt ihr das Yoga-Nidra?
00:40:33: Yoga-nidra ist so... Du tust einfach gar nichts.
00:40:35: Liegst nur dar, bist mental irgendwie durchgeführt.
00:40:38: Super schön und wahnsinnig hilfreich.
00:40:42: Das sind also die einfachsten Übungen.
00:40:45: oder zum Beispiel bei den Meditationen Dieses Thema Dankbarkeit, alles was uns eben aus diesem wo wir unsicher sind rausholt zurück in die Sicherheit und diese Dankbarkeitsübung zieht eben auch darauf ab ein Perspektivwechsel mental herzustellen.
00:41:06: Ich gucke nicht auf das was nicht funktioniert so sind wir ja eigentlich gepohlt, dass ja nichts passiert sondern wieder den Geist dahin zu lenken auf das, was funktioniert?
00:41:18: Wofür wir dankbar sind.
00:41:19: Dann fühlt sich das System wie der Bull ist alles wieder in Sicherheit und man kann
00:41:22: loslassen.
00:41:25: Das wären so die Ansätze.
00:41:28: Die Dankbarkeitsübung ist eine schöne Überleitung zur Suches-Lieblingsfrage, die sie immer im Abschluss stellt.
00:41:36: Ja tatsächlich, die stellen mir immer und die Frage ist Katrin für Was bist du heute dankbar?
00:41:43: Also ich bin dankbar, dass ich heute über meine Arbeit tatsächlich mal reden durfte.
00:41:47: Und ich bin Dankbar das ihr da auch Interesse habt!
00:41:51: Ich bin ja so ein bisschen nerdy unterwegs und es macht einfach so viel Spaß mich zu diesem Thema auszutauschen.
00:41:57: Ich finde das extrem wichtig für unsere Gesellschaft und finde das sehr schön in den Austausch da gehen zu dürfen oder gedurft zu haben.
00:42:07: Und ich bin dankbar, dass meine Kinder quasi organisiert wurden, sodass sich die Zeit überhaupt nicht verbunden hat.
00:42:15: Ganz in Ruhe so schön mit euch zu sprechen!
00:42:20: Tim, wofür bist du heute dankbar?
00:42:23: Ja, ich bin Dankbar dafür Katrin, dass du dich dafür entschieden hast, beruflich dafür einzusetzen das wir als Mensch uns fühlen dürfen.
00:42:35: Ich finde, dass es findet in unserer Gesellschaft also im Zumindest in dem öffentlichen erleben, was mich so umgibt.
00:42:42: Also in meiner Blase wenn ich so durch die Welt laufe begegnet mir das viel zu selten.
00:42:48: also dass dieses wirkliche Ich fühl mal in mich rein und komme zur Ruhe Und dass auch noch gleichzeitig dazu hilft langfristig leistungsfähig zu bleiben.
00:43:02: jetzt im beruflichen Kontext Deine Arbeit, dich dafür einsetzt finde ich großartig.
00:43:10: Dass sie die Zeit nimmst, um zu dem Podcast zu kommen und das auch ein Stück weit salonfähig zu machen dadurch dass es jetzt auch viele Menschen einfach mitkommt über unseren Kanal Und natürlich, dass ich dich kennenlernen durfte Katrin Dafür bin ich auch sehr dankbar.
00:43:25: Vielen Dank
00:43:27: Susanne, wofür bist du heute dankbar?
00:43:30: Ich bin total dankbar dafür, dass diese Dinge die Katrin oder also die Du-Katrin uns da gesagt hast, im Einzelnen ja sehr einfach und niedrigschwellig zu machen oder machen zu können.
00:43:44: Und eben auch Anregungen zu haben diese Einfachheit zu haben und gleichzeitig diese riesengroße Herausforderung das mit mir selber so an Point zu trainieren dass ich es auch quasi dann abrufen kann wenn ich genau in der ungünstigen Situation bin oder dass sich da genau dass ich da handlungsfähig werden darf oder vielleicht jetzt Anregungen habe, wie das geht.
00:44:12: Und wenn ich auch noch dankbar dafür sein darf oder bin dann, dass ich eigentlich viele Dinge und viele Strategien habe tatsächlich um mich... selber runterzuregulieren oder mich selber zu regulieren.
00:44:24: Und ich beneide da immer Kinder, die dann quasi zu den Eltern flitzen und irgendwie sich in den Arm nehmen lassen und wäre natürlich sehr, sehr awkward wenn wir das auf dem im beruflichen Kontext machen würden oder im Daumen lutschen oder was auch immer Kinder so machen.
00:44:41: Und bin sehr dankbar dass ich tatsächlich auch ein Stück weit nicht bin da noch auf einem langen Weg sicherlich aber schon auch gelernt habe Dinge machen zu können.
00:44:52: Und wie du sagst, Kathrin ist schon erstaunlich dass wir das irgendwie verlernen oder dass quasi dieser Switch von dem Kind zum Erwachsenen da sein was bewirkt.
00:45:02: Vielleicht ist es die Pubertät kann gut sein, dass dann plötzlich dieses ich muss mich selber regulieren, dass man, dass das da vielleicht etwas schwieriger ist und dass sich auf der anderen Seite aber schon in wirklich sehr jungen Jahren doch das auch gesucht habe, also mit autogenem Training oder derlei Dingen wo man dann eben für sich vielleicht ich sage mal bewusst Handwerk, Handwerkszeug an die Hand bekommen hat und bin da sehr gespannt.
00:45:32: Und dachte mir so eben Ich glaube das ist eine Aufgabe die kann ich meistern und ich danke dir natürlich dass du hierher gekommen bist und das geteilt hast und ich finde es auch ein ungewöhnlichen und ich glaube auch einen sehr hilfreichen Ansatz eben zu integrieren, dass man aus drei Dingen besteht.
00:45:54: Ich glaube es ist eine wirklich gute Methode und Möglichkeit eben nachhaltig was zu ändern und nicht nur quasi.
00:46:03: ja ich weiß ich sollte und ich sollte ne Pause machen aber ich mach sie halt nicht sondern zu sagen bin danach helfr...ich bin danach leistungsfähiger.
00:46:13: oder wenn das nicht mehr geht dann Dann muss ich mich rausziehen oder dann ist es gut, mich rauszuziehen und ich kann das relativ niedrigschwellig und einfach machen.
00:46:21: Und dann bin auch in einer besseren Situation.
00:46:23: Vielen Dank!
00:46:25: Sehr gerne und euch auch ganz herzlichen Dank.
00:46:29: Beim nächsten Mal haben wir Monika Bock zu Gast.
00:46:32: Monika ist Unternehmerin und Expertin für Female Performance.
00:46:36: abviert sich.
00:46:37: Wir sprechen mit ihr über die Herausforderungen weiblicher Führungskräfte in den Wechseljahren.
00:46:43: Wir freuen uns wenn du wieder mit dabei bist.
Neuer Kommentar